EM Flinte Leobersdorf

[13.08.2018 10:30 : Kategorie: TSB]

 

Die deutschen Skeetschützen sorgten für einen tollen EM-Auftritt und gewannen vier Medaillen,

so dass sich die Gesamt­bilanz des Champio­nats mit sieben Medaillen in Trap und Skeet sehen lassen kann!

Aus Thüringer Sicht begeisterte uns besonders Nadine Messer­schmidt(FV SSZ), die nach der Babypause

auf Anhieb ihren Platz in der Euro­pä­ischen Spitze wiederfand. Im Einzel schaffte sie den Final­einzug und

beendete die Meister­schaften auf Platz sechs. Noch besser mit der Mannschaft- das Damen-Skeetteam in

der Besetzung Vanessa HauffNadine Messer­schmidt und Katrin Wiesl­huber hatte für das größte

deutsche EM-Glanz­stück gesorgt, als sie im Team-Wett­bewerb Silber gewannen. Erst im Finale war

gegen die Italienerinnen Schluss. Bundes­trainer Axel Krämer zeigte sich begeistert: „Das waren tolle

Team-Matches im neuen Format. Für uns Skeeter waren es völlig neue Eindrücke, denn bisher haben

wir noch keine Erfah­rungen sammeln können.” Damit nicht genug, ließ Nadine am Sonntag noch eine

Bronze­medaille mit Match­partner Sven Korte hinter Italien und Frankreich folgen. 

Vanessa HauffFelix Haase landeten mit 137 Treffern auf Platz 13. Im Einzel verpasste Vanessa Hauff

den Final­einzug nur knapp und wurde am Ende gute Achte.

Auch im Junioren-Mixed überzeugten die zwei deutschen Teams und erreichten gar beide das Finale.

Dort belegten Eva-Maria ReichertChristopher Honkomp Platz fünf und unser Suhler Mix 

Valentina UmhöferFelix Raab (beide FV SSZ) Platz vier in einem sehr ausge­glichenen Wett­bewerb.

Damit belegten sie exakt die Platzie­rungen, die sie auch nach der Quali­fikation inne hatten.

Spannend verliefen auch die Wettkämpfe bei den Junio­rinnen, und am Ende durften sich 

Maria KalixEva-Tamara Reichert und Valentina Umhöfer über Bronze freuen. Im packenden

kleinen Finale setzten sie sich knapp gegen die Slowakinnen durch.

In den Wettbewerben zuvor gewann Eva-Tamra Reichert Bronze im Einzel (Skeet Jun.n),

das Frauen-Trap-Team Silber sowie die Junio­rinnen mit Marie-Louis Meyer und Junioren Bronze

in den Trap-Team­wett­kämpfen.

Herzlichen Glückwunsch!

DSB-News/red

Bronze für die Juniorinnen mit Maria Kalix und Valentina Umhöfer (v.l.)

https://www.tsbev.de/neuigkeiten/details/artikel/em-flinte-leobersdorf-kopie-1.html

 

 
 
Wo Rudolf einst den Diesel zündete 
 
In Österreich beginnt am heutigen Mittwoch die Flinten-EM. Aus Thüringer Sicht befinden sich acht heiße Eisen im Feuer. 
 
Suhl – Die Marktgemeinde Leobersdorf in Österreich zählt knapp 5000 Einwohner und liegt etwa 50 Kilometer von Wien entfernt im niederösterreichischen Bezirk Baden. Rudolf Diesel, der 1897 den weltweit ersten Dieselmotor entwickelte, arbeitete zeitweise in der Leobersdorfer Maschinenfabrik und darf damit zu den bekanntesten Persönlichkeiten gezählt werden, die das kleine Städtchen einstmals beherbergte. In diesen Tagen geht es in Leobersdorf jedoch nicht um Abgaswerte, sondern um gute Ergebnisse für die Sportschützen in den Disziplinen Trap und Skeet. Im „Shooting Park Austria“ beginnen am heutigen Mittwoch die Wettkämpfe bei den Flinten-Europameisterschaften, die ihre Spannung unter anderem daraus beziehen, dass man sich für die WM qualifizieren kann, die im September in Südkorea über die Bühne geht. Die 24 Athletinnen und Athleten, die der Deutsche Schützenbund in das Nachbarland entsandt hat, bereiteten sich in den vergangenen Tagen bei tropischen Temperaturen an den Stützpunkten in Suhl und Schale vor. „Dabei ging es um den Feinschliff. Es wurde individuell gearbeitet und in den Kontrollen um jede Scheibe gekämpft“, berichtete Skeet-Bundestrainer Axel Krämer und ergänzte: „Das ist ein junges Team mit Leistungspotenzial, das wir bei der EM aufbieten.“ Uwe Möller, sein Trainerkollege bei den Trap-Schützen, betonte: „Wir gehen mit einer sehr homogenen Mannschaft an den Start.“ Klar ist, dass alle deutschen Flintenschützen, die sich in Leobersdorf unter den ersten 20 platzieren, ihre WM-Tickets sicher haben. „Die WM stellt den Höhepunkt im Wettkampfjahr dar, weil dort auch die ersten Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Tokio vergeben werden“, sagte Möller. Das ist jedoch noch Zukunftsmusik. Zunächst geht es um EM-Medaillen und WM-Startplätze – auch für Sarah Bindrich (Trap/Frauen), Jonas Bindrich (Trap/Junioren), Titelverteidigerin Marie Louis Meyer (Trap/Juniorinnen), Vanessa Hauff, Nadine Messerschmidt (beide Skeet/ Frauen), Valentina Umhöfer, Maria Kalix (beide Skeet/Juniorinnen) sowie Felix Raab (Skeet/Junioren), die alle im Schießsportzentrum auf dem Suhler Friedberg trainieren und bis auf die Bindrich-Geschwister für den FV SSZ Suhl antreten.
 
 
Der Countdown läuft: Die Suhler Skeet-Juniorin Maria Kalix greift am 8. August erstmals in das Wettkampfgeschehen bei der EM ein. Foto: GerhardKönig
(Freies Wort vom 01.08.2018)
 
 

 

Skeet zieht

Von Thomas Sprafke

Suhl –„Das war gar nix“, sagte Felix Raab und Vereinskollegin Valentina Umhöfer meinte nur: „Zu viele Leichtsinnsfehler.“ Auch die Suhler Skeet-Talente blieben beim heimischen Junioren-Weltcup unter den Erwartungen. Für das bestes Ergebnis des Flinten-Trios sorgte Maria Kalix mit 101Treffern und Rang elf. Umhöfer wurde mit 98 Scheiben 15., für Raab blieb bei den Junioren mit101 Treffern nur Platz 43.Gold ging an die Slowakin Vanesa Hockova,die im Finale mit 52 Treffern einen neuen Junioren-Weltrekord aufstellte, sowie an Emil Kjelgaard Petersen aus Dänemark.

„Das hatten wir uns schon etwas anders vorgestellt“, bilanzierte Skeet Bundestrainer Axel Krämer aus Böhlen im Ilm-Kreis das Abschneiden der deutschen Athleten. Der erfahrene Coach hat am Stützpunkt in Suhl wieder eine starke Trainingsgruppe zusammengescharrt, zu der die Junioren Raab, Kalix und Umhöfer zählen. „Die Disziplin Wurfscheibe war vor einigen Jahren ziemlich flach hier in Suhl. Aber jetzt sind wir wieder auf dem richtigen Weg“, sagte Krämer. Skeet zieht.

Mit Vincent Haaga trainiert der aktuelle Vizeweltmeister im Bundesleistungszentrum auf dem Friedberg. Der 22-Jährige stammt aus Heringsdorf auf der Insel Usedom und gehört zur Sportfördergruppe der Bundeswehr in Oberhof. Höchstwahrscheinlich ab 1. Januar 2019 wird Haaga zum FV SSZ Suhl wechseln.

Zugpferde in der Frauen-Skeet-Gruppe sind die erfahrene Vanessa Hauff, die im Winter aus Stuttgart nach Thüringenwechselte, sowie Lokalmatadorin Nadine Messerschmidt aus Schmalkalden. Die 25-Jährige feierte nach der Geburt ihrer Tochter zuletzt ein glänzendes Comeback und qualifizierte sich wie Hauff überraschend für die Europameisterschaften Anfang August in Österreich. Im EM-Aufgebot der Junioren stehen Raab, Kalix, Umhöfer.

Fünf der zwölf für die Titelkämpfe nominierten Skeet-Spezialisten kommen also vom FV SSZ Suhl. Auf Valentina Umhöfer und Felix Raab wartet zuvor noch eine ganz besondere Herausforderung: Der Weltcup der Senioren in Tucson (USA), im glühend heißen Bundesstaat Arizona. Statt hoher Fichten wie in Suhl umzäunen dort riesige Kakteen den Schießstand, der direkt in einem Indianerreservat liegt. In Tucson werden im Sommer Temperaturen von über 40 Grad gemessen.

Schieß-Ballett: Während Maria Kalix Maß nimmt, imitieren zwei andere Schützinnen den Schuss. Foto: Gerhard König

(Freies Wort vom 29.06.2018)

 

 

WM Quali Changwon

[01.08.2018 10:20 : Kategorie: TSB]

 

Sie haben es geschafft: Jonathan Mader, Christian Freckmann und Florian Jäger (v.l.)

Die Target Sprinter hatten ihre WM-Fahrkarten schon Ende Juni gelöst – mit Vorjahresweltmeister Micheal Herr und Junior Felix Elsner (beide SV Frankenhain) stehen zwei Thüringer im 6-köpfigen DSB-Aufgebot für die Weltmeisterschaften Anfang September in Changwon/Südkorea.

Am letzten Wochenende zogen die Pistolenschützen nach – mit vielen Emotionen und Höhen und Tiefen für die Thüringer Schützen. Die zweite WM Qualifikation stand auf dem Programm – für die Thüringer Schützen ein Heimspiel im SSZ Suhl.

Im Schnellfeuerbereich waren hinter dem bereits gesetzten Christian Reitz zwei Plätze bei den Männern zu vergeben, um die sich u.a. Christian Freckmann (Rockstedt) und Max Schenk (BSC Erfurt) bewarben und auch Junior Florian Jäger (SSZ Suhl) hatte noch gute Chancen.

Die Ausgangssituation stand für die Thüringer nach der ersten Quali recht günstig. Freckmann führte den Männerbereich nach der ersten Ausscheidung mit neun Ringen (nach Reitz – bereits feststehend), Jäger stand auf Rang zwei und hatte ebenfalls einen komfortablen Vorsprung von über 20 Ringen gegenüber Platz vier. Nach den beiden ersten Wettkampftagen in Suhl war dieser Vorsprung aufgebraucht und das Feld eng beieinander, so dass erst die allerletzte 5er Serie des Wettkampfes die Entscheidung bringen sollte. Freckmann und Oliver Geis bei den Männern setzten sich durch und auch Junior Florian Jäger schaffte den Sprung ins WM-Team! Nichts für schwache Nerven – aber Ende gut, alles gut!

Bei Jonathan Mader stellte sich die Situation anders da. Er stand auf Platz vier mit 12 Ringen Rückstand. Somit war klar, dass dieses Wochenende unter dem Motto Angriff stand. Konnte Mader im ersten Durchgang mit 566 Ringen eine solide Leistung abrufen, wurden dennoch aus den vormals 12 Ringen Rückstand nun 13. Am Tag zwei schaffte er es, diesen auf 8 Ringe zu reduzieren. Da half nur eins – der letzte Wettkampf musste taktisch mit vollem Risiko bestritten werden. Und es gelang und Jonathan qualifizierte sich als dritter Luftpistolenschütze in der Juniorenklasse für die WM. Somit dürfen nun unsere „Drei Musketiere” Freckmann, Jäger und Mader ihrem ersten WM Start entgegenfiebern – wir gratulieren!

Nach der Nervenanspannung auf dem Friedberg sagte Trainer Themsfeldt scherzhaft: „Wir haben die DSB-Sportler dieses Wochenende ins sonnige Suhl eingeladen. Mitgebracht haben sie als Geschenk sehr gute Ergebnisse. Das war so nicht vorgesehen. Beim nächsten Mal stellen wir wieder auf Schlechtwettermodus um” ;-)

Momentan sind also bereits fünf Thüringer für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Wir hoffen natürlich, dass nach der Nominierung der Flintenschützen die Zahl nach oben korrigiert wird. Diese kämpfen gerade im österreichischen Leobersdorf um die EM-Titel – mit einer starken Thüringer Beteiligung von sechs Sportlern. Als erstes drücken wir – natürlich neben unseren anderen Deutschen Trapschützen – besonders Junioren-Titelverteidigerin Marie-Louis Meyer die Daumen, die heute ihren Wettkampf beginnt. Die Skeeter sind dann nächste Woche dran – wir wünschen ihnen viel Erfolg!

 

http://www.tsbev.de/neuigkeiten/details/artikel/wm-quali-changwon.html (01.08.2018)

 

 

 

Junioren-Weltcup Suhl

[28.06.2018 10:09 : Kategorie: TSB]

Jonathan Mader - zweiter beim Junior Super Cup

Der weltweit größte Juniorenwettkampf im Sportschießen in diesem Jahr mit 761 Startern aus 61 Nationen und knapp 1.550 Starts endet heute mit dem letzten Wettkampftag. Auch zehn Thüringer Nachwuchsschützen standen im Aufgebot des DSB – drei Pistolen- und sieben Flintenschützen stellten sich dem internationalen Leistungsvergleich.

Am Ende gibt es wohl ein durchwachsenes Fazit aus Thüringer Sicht. Einige Lichtblicke gab es – einen (fast) perfekten Einstand schaffte Pistolenschütze Jonathan Mader gleich zu Beginn beim Junior-Supercup. Im Final-Duell der Luftpistolenschützen musste er sich nur dem Franzosen Tom Stepanoff knapp mit 3:2 Punkten geschlagen geben und wurde Zweiter. In der Weltcupentscheidung Luftpistole konnte der diesjährige JEM-Teilnehmer sein eigentliches Leistungsvermögen leider nicht ganz abrufen und wurde 43., sein Teamkollege Nicolas Braun rangiert kurz dahinter auf Platz 46. Mit der Sportpistole wurde es bei Mader Rang 41. Beide können trotzdem mit einem guten Gefühl aus dem LuPi-Wettbewerb gehen mit einer jeweils letzten Serie von 98 Ringen (Mader im Mixed).

Florian Jäger erreichte in seinem ersten internationalen Einsatz im DSB-Dress im Schnellfeuerwettbewerb Rang 26, mit der Standardpistole wurde er 27. sowie fünfter mit dem deutschen Team.

Der Weltcup ist die Generalprobe für die WM-Qualifikation des Deutschen Nachwuchsteams, die vom 5. bis 8. Juli und vom 26. bis 29. Juli in Suhl stattfindet. Vielleicht ein gutes Omen, wenn diese nicht ganz so rund lief wie geplant…

Hoffnungen beim Heimspiel lagen auch auf unserem Flintennachwuchs – immerhin sind einige Medaillengewinner internationaler Meisterschaften aus dem Vorjahr darunter. Es lief einfach nicht optimal, Marie-Louis Meyer erreichte bei den Trap-Juniorinnen Rang 31., Pauline Lindner 48., beste Thüringerin wurde hier Michelle Seiler mit Platz 24. Oliver Hoffmann beendete seinen Wettkampf auf Rang 46.

Die "Skeeter" kamen besser zurecht. Einen guten Wettkampf lieferte Maria Kalix, die am Ende mit 101 Treffern elfte und beste Deutsche wurde und auch der 15. Platz von Valentina Umhöfer ist im Bereich des Machbaren. Felix Raab war mit 101 Treffern und Platz 43 sicher nicht zufrieden.

Es waren spannende Wettkämpfe auf dem Suhler Friedberg, die Ergebnisse insgesamt mit mehreren Weltrekorden auf sehr hohem Niveau, die Stimmung gut und beim nächten Mal klappt´s auch wieder besser für unsere Athleten beim Heimspiel!

red

Foto: M. Eisert

http://www.tsbev.de/neuigkeiten/details/artikel/junioren-weltcup-suhl.html