Volltreffer nach Babypause

Nadine Messerschmidt vom Förderverein Schießsportzentrum Suhl ist sechs Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Mara eine beeindruckende Rückkehr gelungen. Die Skeet-Spezialistin sicherte sich beim zweiten Ranglisten-Wettkampf der deutschen Flintenschützen in Berlin mit 108 Scheiben erneut den Tagessieg. Die Bundeswehr-Sportsoldatin aus Schmalkalden hatte im Mai in München bereits die erste Ranglisten-Konkurrenz gewonnen. Die Neu-Suhlerin Vanessa Hauff belegte Platz drei. Bei den Juniorinnen setzte sich die 18-jährige Maria Kalix mit ebenfalls 108 Treffern durch. Valentina Umhöfer wurde Dritte. Felix Raab belegte bei den Junioren Rang zwei. Neben Messerschmidt erkämpften sich im Trap-Wettkampf auch Junioren-Europameisterin Marie Luis Meyer(17 Jahre) und Oliver Hoffmann (18/alle FVSSZ Suhl)ihren zweiten Ranglisten-Sieg. Bei den Frauen behauptete sich die ebenfalls zum Bundesstützpunkt Suhl gehörende Sarah Bindrich (Eußenhausen) mit ansprechenden 115 Treffern.

 

(Freies Wort vom 20.06.2018)

 

Meditieren mit Waffe

Jonathan Mader gehört zu Europas besten Nachwuchs-Pistolenschützen. Sein Ziel für dieses Jahr ist die Weltmeisterschaft in Südkorea. Der Weg dahin verlangt viel Disziplin. Jedes noch so kleine Detail muss stimmen. Von Karsten Tischer

In einer Welt, die immer hektischer zu werden scheint, hat Jonathan Mader einen Ausgleich gefunden, der selbst auf Beobachter eine beruhigende Wirkung hat. Mader atmet lautlos, der Blick geht ins Leere. Der 18-Jährige ist ganz bei sich. Seine linke Hand wandert zum Hosenbund der schwarzen Jogginghose, die er immer bei Wettkämpfen trägt. Er steckt den Daumen oben hinein. Immer die gleiche Position, damit die Haltung stimmt. Er entkrampft noch einmal die Finger seiner rechten Hand, dehnt die kleinen und doch so wichtigen Muskeln. Seine Hand sucht den perfekten Griff. Dann fokussiert er das Ziel. Die Pistole geht nach oben – wie in Zeitlupe. Alles ist still. Ein Schuss. Wieder entspannen, aber ganz in Ruhe. „Ich muss mich nullen“ „Ich muss mich ins Gleichgewicht bringen. Mich nullen“, erzählt der junge Mann, auf dessen Gesicht sich nach der Phase der absoluten Konzentration wieder ein freundliches Lächeln breitmacht. Jonathan Mader zählt zu Europas besten Luftpistolenschützen im Nachwuchsbereich. Anfang des Jahres gewann der Neusser, der in seinem vierten Jahr am Sportgymnasium Oberhof lebt, bei der Luftdruck-EM im ungarischen Györ Bronze. Nicht allein, sondern im Team, denn bei der EM wird eine neue Wettkampfform getestet. Statt wie bisher einfach die Einzelergebnisse zusammenzuzählen, treten die Mannschaften in einem eigenen Wettbewerb an. Das Wertungssystem sei kompliziert, aber ein „Mega-Ansporn“, sagt Mader. Den Erfolg habe nicht einer für sich allein, sondern alle gemeinsam. „Man hat zu dritt das gleiche gute Gefühl.“ Im südkoreanischen Changwon wird es diese Art Glücksgefühl dann nicht mehr geben. Bei der WM im September kommt der neue Modus nicht zum Einsatz. Dann wird Mader – erfolgreiche Qualifikation im Juli vorausgesetzt – wieder ganz auf sich allein gestellt sein. Dafür erledigt er beinahe täglich seine Hausaufgaben. Als wir ihn während eines Trainings im Schießsportzentrum Suhl auf dem Friedberg treffen, liegt ein Blatt Papier auf dem kleinen Tisch neben dem Monitor, der sein Trefferbild zeigt. Mader und der Rest seiner Oberhofer Trainingsgruppe haben Aufgaben von ihren Trainern bekommen. Denn ob ein Pistolenschuss die zehn Meter entfernte, im Durchmesser knapp 16 Zentimeter große Scheibe optimal trifft, entscheiden winzige Kleinigkeiten. Auf Maders Zettel stehen Stichworte wie Abkommensanalyse, Druckverlauf und Anschlagsfindung. „Vor dem Schuss ist nach dem Schuss“, sagt er und denkt über jede abgefeuerte Patrone und die Stelle, an der sie eingeschlagen ist, nach. Wenn Mader geschossen hat, setzt er seine Waffe nicht gleich ab. Er soll nachzielen, wie es im Fachjargon heißt. „Wir sollen die Bewegung der Waffe nachvollziehen.“ Der Schütze soll sich merken, wo er den Schuss vor dem Abdrücken im Ziel gesehen hat und wo der Schuss dann tatsächlich hingegangen ist. „Wenn ich nur eine Acht schieße, muss ich auch wissen warum.“ Dafür müssen die Abläufe so identisch wie möglich abgespult werden, um die Anzahl der Abweichungen auf ein Minimum einzugrenzen. Die größte Fehlerquelle ist der eigene Körper. Er verändert sich die ganze Zeit. Ändert seine Temperatur, die Anspannung der Muskeln, den Rhythmus des Herzschlags. Hier liegt Maders Vorteil. Der 18-Jährige hat früher Modernen Fünfkampf betrieben. Eine der Disziplinen dabei ist eine Kombination aus Laufen und Schießen. Wie beim Biathlon müssen sich die Athleten von jetzt auf gleich herunterfahren, den Puls beruhigen, damit die Pistole nicht völlig unruhig hin und her wankt. Vielleicht hat der Luftpistolenschütze auch deshalb so ein ruhiges Händchen, weil er es gelernt hat, auch unter Stress und einem Puls von 100 gut zu schießen. Normal sind heute für ihn 50 bis 60 Herzschläge pro Minute. Auch für diese Ruhe muss man trainieren und sich eine „spezifische Ausdauer“, wie Mader es nennt, aneignen. Man ist nicht wirklich überrascht, als er erzählt, dass er seine Fortschritte minutiös in einem Trainingsprotokoll festhält. Auch hier sind Sportschützen detailverliebt. Jeden Tag wird festgehalten, was gemacht wurde. Damit er das nicht vergisst, hat er sich einen Wecker gestellt. Alles soll irgendwann einmal wie ein Puzzle perfekt zusammenpassen. Das Ziel ist klar: Olympia. Kommendes Jahr ist Maders letztes Juniorenjahr. Dann muss er sich für den Erwachsenen Nationalkader qualifizieren. Vorher warten noch einige andere Wettkämpfe auf den Mann vom Rhein. Unter anderem der Junioren-Weltcup in Suhl in einer Woche.

(Freies Wort vom 15.06.2018)

 

 

Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia"

Vom 25.02.2018 bis 01.03.2018 fand in Schonach das Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" im Skilanglauf statt. Das Sportgymnasium war mit einer Jungenmannschaft und einer Mädchenmannschaft in der WK III vertreten. Während die Jungen (Eric Möller, Nils Schneiderling, Luis Gödecke, Tom Wagner, Felix Behr und Felix Schlegelmilch) auf Platz 3 liefen, gewannen die Mädchen (Nelly Hartwig, Alexandra Otto, Fabienne Schlegelmilch, Saskia Wurmehl, Emily Herrnkind, Helena Herrmann und Elena Weyh).

In der Einzelwertung belegten Nelly Hartwig Rang 1 und Felix Schlegelmilch Rang 2.

Herzlichen Glückwunsch!

http://www.jtfo.de/1208/

Alle Jahre wieder: Für das Sportgymnasium Oberhof ist ein Sieg beim Jugend-trainiert-für-Olympia-Bundesfinale beinahe schon Routine. Auch 2018. Die Mädchen um Emily Herrnkind (Foto) laufen souverän auf den ersten Rang. Die Oberhoferinnen sind damit erneut für die Schulweltmeisterschaft qualifiziert. Foto: JTFO/sampics

 

 

 

Kraftraum im Sportgymnasium wurde aufgemöbelt

Wie unkompliziert und schnell Hilfe funktionieren kann, zeigte sich gerade am Oberhofer Sportgymnasium. Ein Handwerksmeister arbeitete Geräte im Kraftraum auf.

Oberhof – Ein Besuch der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Rosin und Andreas Bühl zusammen mit Handwerksmeister Maik Wiegand vor Kurzem im Sportgymnasium Oberhof zeigte schon nach wenigen Tagen konkrete Wirkung. Die beiden Landespolitiker hatten den Kontakt zwischen dem Handwerksmeister und dem Schulleiter der Kaderschmiede des Wintersports, Volkmar Heyder, vermittelt. Maik Wiegand, ihm gehört ein Polstereibetrieb in Gehren im Ilm-Kreis, sah Anfang Januar einen MDR Beitrag. Darin war Olympia-Medaillengewinner Erik Lesser im Kraftraum seiner ehemaligen Schule zu sehen. Ein Blick auf die Sportgeräte offenbarte tiefe Risse in den Polstern. „Modern sieht anders aus“, so das Fazit des Raumausstatters, der den Bericht zum Anlass nahm, seine Hilfe anzubieten.

Der CDU-Wahlkreisabgeordnete des Ilm-Kreises Andreas Bühl und Marion Rosin, die als Landtagsabgeordnete Oberhof betreut, waren sofort begeistert von so viel Engagement. „Das Angebot, die Polster neu beziehen zu wollen, ist beispielhaft. In dieser Eliteschule des Sports lernen und trainieren die Weltmeister und Olympiasieger von morgen. Für die Nachwuchs-Biathleten, -Rennrodler und -Skispringer sind optimale Trainingsbedingungen das A und O. Dazu gehört auch ein Kraftraum, der zum hellen und modernen Schulgebäude passt“, betont Marion Rosin. „Gemeinsam habe ich mit meinem Kollegen einen Termin mit Schulleiter Volkmar Heyder vereinbart, der sich über das Angebot sehr freute. Vor Ort konnten wir uns mit Polstermeister Wiegand ein Bild über den Arbeitsaufwand verschaffen“, so die Abgeordnete weiter.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Bühl und Marion Rosin mit Handwerksmeister Maik Wiegand und Volkmar Heyder.

 

Übers Wochenende

Bereits wenige Tage später, am Freitag, holte der Raumausstatter die entsprechenden Polsterplatten unter anderem von einer Hantelbank und kleineren anderen Geräten ab und überarbeitete sie. Seit Montag stehen sie wieder an Ort und Stelle, zeigte sich Volkmar Heyder gegenüber Freies Wort begeistert von der raschen Umsetzung. Größere Investitionen sind in den Kraftraum und die Turnhalle nicht geplant. Wie Heyder mitteilte, steht ein Neubau der Halle im Doppelhaushalt 2018/19 des Freistaates Thüringen. In diesem Jahr rechnet er mit der Planung, im kommenden Jahr mit der Umsetzung. Der Neubau soll am Standort der bisherigen Halle errichtet werden. ski

Nicht nur Wintersportler profitieren am Oberhofer Sportgymnasium von der neuen Polsterung für Kraftbänke. Wurfscheibenschütze Felix Raab aus Radebeul bei Dresden, der in Suhl trainiert, war einer der ersten Nutzer. Foto: Michael Bauroth

Freies Wort vom 14.03.2018

 

 

School Winter Games 2018

 

Vom 05.02.2018 bis zum 10.02.2018 kämpften in Grenoble die besten Langläuferinnen der U18  zu den School Winter Games um Medaillen. Von unserer Schule qualifizierten sich Henriette Schmidt, Helen Hoffmann, Lara Dellit und Nathalie Horstmann in der U16. In der U18 waren es Cindy Cammler, Maren König, Nele Gebstedt, Chris Scheler und Charlotte Koch.

Dabei waren unsere Mädels sehr erfolgreich:

Staffel-Gold in der U16 und in der U18

In den Einzelrennen belegten Nathalie Horstmann Rang 2, 

Maren König Rang 1 und Charlotte Koch Rang 2.

Herzlichen Glückwunsch!