Jugendweihe 2022

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Langlauf: Nachwuchs-WMGold für Helen Hoffmann

Uwe Jentzsch 
Ganz oben in Norwegen: Die Oberhofer Skilangläuferin Helen Hoffmann (Bildmitte) gewinnt Gold.Foto: Lillann Gulbrandsen Foto:  
Erster Tag, erste Thüringer Medaille: Helen Hoffmann vom WSV Oberhof 05 hat am Dienstagnachmittag bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Skilanglauf für die erste deutsche Medaille gesorgt.
Lygna - Wenn da mal nicht das nächste Thüringer Talent nach Vorbild von Olympiasiegerin Victoria Carl heranwächst. Die Oberhofer Skilangläuferin Helen Hoffmann vom WSV Oberhof 05 hat am Dienstag im ersten Rennen der Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im norwegischen Lygna Gold gewonnen. 15 Tage nach ihrem 20. Geburtstag bestimmte der Schützling von Trainer Cuno Schreyl vom Start weg das Geschehen in der Spitzengruppe mit. Im Ziel des 15 Kilometer langen Massenstart-Rennens im freien Stil bei minus vier Grad Celsius verwies die Juniorin, die in der Altersklasse U 20 an den Start geht, im Riesenfeld von insgesamt 62 Läuferinnen die Schwedin Lisa Eriksson um 2,6 Sekunden auf den Silber-Rang.
Bereits vor einem Jahr gewann Helen Hoffmann eine Medaille bei der Weltmeisterschaft für den Langlauf-Nachwuchs. In Vuokatti (Finnland) lief die gebürtige Oberbayerin über die 15 Kilometer klassisch zu Bronze.
https://www.insuedthueringen.de/inhalt.langlauf-nachwuchs-wm-gold-fuer-helen-hoffmann.cee02e87-95eb-4612-916a-a77abdcf9c8c.html
 

 

SkilanglaufThüringer Talente räumen kräftig ab

Uwe Jentzsch 
Erfolgreiche Medaillenjagd auf dem stürmischen Rennsteig: Die Loipen-Talente aus dem Freistaat haben den Heimvorteil genutzt.

Oberhof - Der einheimische Skilanglauf-Nachwuchs hat bei den dreitägigen deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren in Oberhof mit guten Ergebnissen geglänzt. Die Thüringer gewannen fünf Titel, sechsmal Silber und zweimal Bronze. Erfolgreichster Starter mit zwei Goldmedaillen war Tom Emilio Wagner vom Ausrichterverein SWV Goldlauter-Heidersbach. Nach dem Auftakt mit den Sprints am Freitag folgte der Erfolgs-Samstag mit den Rennen im klassischen Stil. Hier gab es vier Thüringer Titel sowie zweimal Silber und einmal Bronze. Gold eroberten Juniorin Alexandra Otto (Bad Lobenstein/5 km), Seline Stadler (Asbach) vor ihrer Vereinsgefährtin Lena Groß über 5 Kilometer in der J16, Nelly Hartwig (Biberau) über 5 km in der J18 sowie Wagner im 10-km-Rennen der gleichaltrigen männlichen Jugend. Niklas Kern (Masserberg/2.) und Lennart Roever (Goldlauter-Heidersbach/ 3.) komplettierten das Thüringer Podest. Im Freistilrennen am Sonntag über 15 Kilometer war Wagner erneut die Nummer eins. Zweiter wurde Florian Wiedemann (Mengersgereuth-Hämmern). Hartwig kam auf den Silber-Rang vor Luise Gräf (Asbach), auch Stadler holte Silber.

Gut in Form: Nelly Hartwig vom SV Biberau. Foto: /Gerhard König

https://www.insuedthueringen.de/inhalt.skilanglauf-thueringer-talente-raeumen-kraeftig-ab.d0125542-8d02-4080-bbb8-a7ac7b86f799.html

 

 

 

 

Nordische KombinationZugabe in Zakopane

Andrea Stenzel 
Auf dem Sprung zur Junioren-WM: Richard Stenzel vom SC Motor Zella-Mehlis. Foto: privat
Am Montag kam die gute Nachricht: Kombinierer Richard Stenzel ist zum ersten Mal bei einer Junioren-Weltmeisterschaft dabei. Die Form stimmt. In Slowenien stand der 16-Jährige zum ersten Mal beim Alpencup auf dem Podest.
Predazzo/Kranj - Die Bauhenk-Schanze unterhalb des Smarjetna gora im slowenischen Kranj dürfte ab sofort wohl einer der Lieblingsorte von Richard Stenzel sein. Nachdem der Kombinierer beim jüngsten Alpen Cup am ersten Wettkampftag mit seinem Sprung auf 103,5 Meter eine gute Ausgangsbasis für den Lauf legte und in der Loipe auf der 10-km-Strecke in Pokljuka am Ende auf Rang acht ins Ziel kam, lief es am darauffolgenden Tag noch besser für den Zella-Mehliser.
 

Sprung des Tages

Mit 108,5 Meter zeigte er den weitesten Sprung des Tages und landete auf Rang zwei hinter dem Tschechen Jiri Konvalinka. Auf der anschließenden 5-km-Sprintstrecke musste er sich nur dem laufstarken Nick Schönfeld aus Sachsen geschlagen geben und stand am Ende mit der Bronzemedaille erstmalig auf dem Podest eines Alpencups. Die zweite Belohnung folgte ein paar Stunden später: Richard Stenzel wurde dank seiner in dieser Saison stetig steigenden Leistungen für die Junioren-Weltmeisterschaft im polnischen Zakopane nominiert. Vom 27. Februar bis 6. März darf er mit vier weiteren Nachwuchskombinierern Deutschland vertreten.

Wohl fühlte sich auf der Bauhenk-Schanze auch Richard Stenzels ein Jahr älterer Bruder Albin. Er sprang am ersten Tag auf 95,5 Meter und ging damit als 30. von insgesamt 61 Startern mit 1:31 Minuten Rückstand auf den Führenden in den Lauf. Dank einer starken Laufleistung konnte er sich auf den 21. Platz verbessern (Rückstand: 1:37 min.).

Am zweiten Tag folgte ein weiteres Mal ein Sprung auf 95,5 Meter. Diesmal ging Albin Stenzel als 31. in die Loipe und wurde am Ende 29. (+ 2:10 min.), wodurch der Starter vom SC Motor Zella-Mehlis erstmalig an beiden Wettkampftagen Alpencup-Punkte sammeln konnte.

Weniger Glück hatte der Biberauer Hannes Gehring vom Oberhofer Stützpunkt. Auch er war in Kranj beim Alpencup dabei. Gehring kam mit der Schanze und der Laufstrecke nicht gut klar, wurde schlussendlich 39. und 45. Emilia Görlich (WSV 08 Lauscha) wurde zweimal Fünfte.

Weiter nach vorne war es für Albin Stenzel bereits Anfang Februar gegangen. Bei den O.P.A. Games in Predazzo, dem Leistungsvergleich der Organisation der Alpenländer-Skiverbände, durften er, Max Herbrechter und Jonas Rudloff (beide TSG Ruhla) vom Oberhofer Stützpunkt teilnehmen.

Zur Belohnung: Nudeln

Beim Einzelwettkampf am ersten Tag war Albin Stenzel auf Platz acht drittbester Deutscher nach Benedikt Gräbert (Sieger) und Nick Schönfeld (vierter Platz). Zusammen mit Lukas Wied erkämpften sich die Vier als Team Deutschland I an Tag zwei dann die Silbermedaille hinter Österreich und vor Slowenien.

Von den Wettkämpfen in Predazzo haben die Nachwuchsathleten dann nicht nur ihre Medaillen mit nach Hause genommen, sondern auch reichlich Nudelpakete. Die Südtiroler wissen offensichtlich, was junge Sportler mögen ...

https://www.insuedthueringen.de/inhalt.nordische-kombination-zugabe-in-zakopane.4b40c2dc-2b72-46d8-adb1-dcf64c734f9a.html

 

 

Gold für Zella-MehlisDer Lauf ihres Lebens zu Olympia-Gold

 
Das wohl überraschendste Olympia-Gold, das je nach Zella-Mehlis ging: Victoria Carl (rechts) freut sich mit Katharina Hennig über den sensationellen Langlauf-Sieg. (Foto:  )
Während in der Heimat Vorbereitungen auf angekündigte Orkanböen getroffen werden, ist ein richtiger Orkan bereits am Morgen durch die Gefühlswelt aller gerauscht, die Victoria Carl beim Lauf ihres Lebens zu Gold zugesehen haben.

Zella-Mehlis - Überwältigt. Sprachlos. Begeistert. Fassungslos. Überrascht. Herzrasen. Gefühlschaos pur. Dass Skilangläuferin Victoria Carl aus Zella-Mehlis für einen sensationellen Erfolg, für Gold im olympischen Teamsprint-Wettbewerb sorgen würde, damit hatte niemand rechnen können. Wie auch? Schließlich sollten Katharina Hennig und Katherine Sauerbrey an den Start gehen. Es kam anders. Aus Hennig – Sauerbrey wurde kurzfristig das Paar Hennig – Carl.

Auch beim SC Motor Zella-Mehlis, Victoria Carls Verein, war die Überraschung groß. Hatte man am Samstag zuvor noch gemeinsam auf Silber hingefiebert, schauten die meisten Vereinsmitglieder am Mittwochmorgen separat. Nicht so der Geschäftsführer des Vereins. „Doch erst mit dem Start haben wir realisiert, das Vici läuft“, sagte Joachim Oehler, der sich den Wettkampf mit Klaus Spies, Präsident Thomas Weiß und Übungsleiter Günter Beutel angesehen hat. „Es war nichts organisiert, da wir ja wussten, dass niemand von uns laufen sollte. Und dann erlebten wir diesen außergewöhnlichen Moment in kleiner Runde, mit lautem Schreien“, ist er noch immer überwältigt.

„Was für ein Krimi!“

Was die kleine Truppe gemeinsam erlebte, spielte sich ähnlich vor vielen Bildschirmen ab. „Wahnsinn! Einfach nur fertig mit der Welt“, war Gabriele Schneider, als ihr der Gewinn dieser unerwarteten Medaille bewusst wurde. „Wer danach ins Ziel gelaufen ist, das haben wir gar nicht mehr mitbekommen“, so die Schatzmeisterin des Vereins. Glück pur empfand Ursula Jäger, als sie das spannende Finale gesehen hatte, bei dem sich die deutschen Langläuferinnen Katharina Hennig und Victoria Carl vor den Damen aus Schweden und Russland durchsetzten. „Was für ein Krimi!“, so die einstige Leiterin des Kindergartens „Kindernest Rodebach“ in Zella-Mehlis. In Patenschaft mit dem SC Motor lernte hier auch die erfolgreiche Sportlerin Victoria Carl die ersten Schritte auf Skiern. Ihre erste Übungsleiterin damals: Renate Dannhauer, Olympia-Teilnehmerin 1960 und 1964.

Die Sensation konnte gar nicht verdaut werden, als auch schon die Telefone heiß klingelten. Dann die spontane Idee, zu einer Gold-Kaffee-Runde in die Geschäftsstelle des Vereins einzuladen. Mit dabei viele derer, die Victoria Carl auf ihrem sportlichen Weg begleitet haben. Günter Beutel, der sie zwei Jahre trainierte, bevor sie zum Sportgymnasium wechselte. Wolfgang Scheler, der Vici – wie sie von allen genannt wird – vom sechsten bis elften Lebensjahr sportlich formte. Und auch Renate Dannhauer. Die heute 84-Jährige hat Victoria Carl als erste Übungsleiterin unter ihre Fittiche genommen. Ungemein groß ist auch ihre Freude über den Erfolg. „Ich habe mir den Wettkampf angeschaut und es ging mir richtig gut dabei“, sagte sie am Nachmittag. Verbunden mit der Hoffnung, dass diese Ergebnisse nicht abreißen mögen. „Victoria hatte aber auch einen richtig guten Ski“, so ihr fachlicher Blick. Dass das Ergebnis ein weiteres gutes Zeichen für den Verein und für die Motivation des Nachwuchses ist, darüber herrschte bei allen Einigkeit.

Thomas Weiß, der sich später zur Gold-Runde dazu gesellte, ist sich sicher: „Wir waren alle nah dran an Vicis Herzschlag, als sie das Ding auf der Zielgeraden zu Gold geschoben hat.“ Mit Bürgermeister Richard Rossel hat er bereits einen Empfang in der Stadt besprochen, der am 1. März stattfinden soll.

„Nichts für schwache Nerven“, bezeichnete Richard Rossel den Lauf zur Goldmedaille. „Mit zwei olympischen Medaillen kommt Vici zurück in ihre Heimatstadt, die unendlich stolz auf sie ist. Dass sie diese unglaubliche Leistung abrufen konnte, war unglaublich. Wir freuen uns mit ihr und mit allen, die sie auf dem weiten Weg bis zu diesen Erfolgen begleitet und unterstützt haben. An erster Stelle ihre Familie und ihre Trainer.“

https://www.insuedthueringen.de/inhalt.victoria-machts-wieder-der-lauf-ihres-lebens-zu-olympia-gold.1e94f1c9-fd76-4fef-99e8-8e80f829b17c.html