Sportschießen

Beim Sportschießen handelt es sich um den sportlichen Umgang mit Schusswaffen als Sportgerät nach bestimmten Regeln - die Waffe wird dabei als Sportgerät verwendet und verliert damit ihre ursprüngliche militärische Bedeutung als Schusswaffe. In Deutschland ist das Mindestalter für die Ausübung des Schießsportes mit Schusswaffen auf 12 Jahre festgelegt. Unter bestimmten Auflagen bezüglich der physischen und psychischen Entwicklung der Jugendlichen können Ausnahmen beantragt werden.

Gewehr

Das Gewehr hat eine rund 700-jährige Geschichte. Im sportlichen Bereich unterscheidet man zwischen Luftdruckgewehren, Kleinkalibergewehren (KK), Großkalibergewehren und Dienstgewehren. Die Entfernung, auf die geschossen wird, hängt von den Sportgerätetypen ab. Luftgewehre werden üblicherweise auf 10 Meter geschossen, KK-Gewehre auf 50 oder 100 Meter, großkalibrige Gewehre bis zu 1000 Meter. Die Visiereinrichtung am Gewehr nennt man Dioptervisierung. In der Regel besteht diese aus einem Korn (befindet sich am vorderen Laufende) und einem Diopter (befindet sich am hinteren Systemende in Augennähe). Im Diopter befindet sich kein optisches Hilfsmittel, sondern es ist lediglich ein fixes Loch vorhanden. Eine Ausnahme hierbei bildet die Disziplin Laufende Scheibe, bei der sich ein Zielfernrohr auf der Waffe befindet. Häufiger werden zur Verbesserung des Zielbildes variable Irisblenden und Farbfilter verwendet.

Pistole

Die Pistole erfreut sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts wachsender Beliebtheit als Sportgerät. Das Visier besteht in der Regel aus Kimme (hintere Visierung) und Korn (vordere Visierung). Bei den Sportwaffen ist die hintere Visierung mittels Drehknöpfen für die Höhen- und Seitenlage des Schussbildes verstellbar. Die Pistole wird grundsätzlich mit einer Hand gehalten und nicht mit zwei Händen, wie es von vielen gedacht wird.

Die Luftpistole ist häufig das Einstiegssportgerät des Pistolenschützen. Die Entfernung beträgt zu der relativ großen Zielscheibe 10 Meter. Die Zehn hat einen Durchmesser von 11,5mm. Das Luftpistolenschießen ist eine olympische Disziplin.

Die Sportpistole ist eine Sportdisziplin, die fast ausschließlich von weiblichen Schützen ausgeübt wird. Es wird mit Kleinkaliberpistolen auf eine Entfernung von 25 Metern geschossen. In dieser Disziplin wird zur einen Hälfte auf eine stehende Scheibe geschossen (Präzision), und zur zweiten Hälfte auf eine sich drehende Scheiben (Duell). Hierbei bleibt die Scheibe 7 Sekunden lang verdeckt und klappt dann auf für 3 Sekunden. Während dieser 3 Sekunden kann der Schütze den Schuss auf die Scheibe abgeben. Dieser Vorgang wiederholt sich fünf Mal.

Die Freie Pistole wird nur von männlichen Schützen geschossen. Die Entfernung zur Scheibe beträgt 50 Meter und wird mit Kaliber .22lfb (Kleinkaliber) geschossen. Die hierbei verwendeten Scheiben sind genauso groß wie die Präzisionsscheiben bei der Sportpistole.

Die Disziplin Schnellfeuerpistole wird ebenfalls nur von männlichen Schützen geschossen. Dabei wird auf fünf nebeneinander stehende Drehscheiben geschossen. Auf jede Scheibe kommt ein Schuss. Der Schütze schießt je 2 Serien in je 8 Sekunden, 2 Serien in je 6 Sekunden und je 2 Serien in je 4 Sekunden.

Wurfscheibenschießen

Bei dem Wurfscheibenschießen wird auf Tonscheiben geschossen, die man auch Wurfscheiben nennt. Es gibt 3 Disziplinen beim Wurfscheibenschießen.

Bei der Disziplin Skeet besteht eine Runde aus 25 Scheiben und der gesamte Wettkampf aus 125 Wurfscheiben á 5 Runden. Der Schütze darf nur einen Schuss auf die Wurfscheibe abgeben. Die Schießstände bilden einen Halbkreis und in der Mitte befindet sich der Stand 8. Die Tonscheiben werden aus einem so genannten Hochhaus beziehungsweise Niederhaus abgeworfen. Das Hochhaus befindet sich bei Stand 1 und das Niederhaus bei Stand 7. Nach einem geregelten Ablauf kommt entweder nur eine Tonscheibe oder zwei. Nachdem der Schütze sein Kommando für den Abwurf der Scheibe gegeben hat, darf es maximal 3 Sekunden dauern bis die Scheibe sichtbar ist. Die Scheiben bewegen sich entweder von links nach rechts oder umgekehrt.

Die Disziplin Trap ist seit 1900 eine olympische Disziplin. Die Wurfscheiben erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Eine olympische Runde besteht aus 25 Wurfscheiben und der gesamte Wettkampf besteht aus 125 Tauben á 5 Runden. Eine Trap-Anlage besteht aus 5 Ständen, die in einer Reihe liegen und sich 15 Meter hinter dem Bunker befinden. Im Bunker befinden sich 15 Wurfmaschinen. Der Schütze weiß nicht, ob die Tonscheibe nach links, rechts oder geradeaus fliegt. Es kommt jedes Mal nur eine Scheibe und der Schütze hat zwei Schuss für diese. Im Gegensatz zu Skeet kommt sofort nach dem Abruf die Wurfscheibe, es besteht also keine Wartezeit von 1-3 Sekunden.

Die Disziplin Doppeltrap ist noch sehr jung. Sie wurde im Jahr 1988 international eingeführt und 1996 eine olympische Disziplin. Es wird auf jeweils zwei Wurfscheiben (also eine Doublette) geschossen, die von zwei starren Wurfmaschinen geworfen werden. Eine Runde besteht aus 50 Tonscheiben und ein Wettkampf umfasst 150 Scheiben á 3 Runden. Auch hier darf es maximal 3 Sekunden dauern bis die Scheibe sichtbar ist.

Kadersportler:

Felix Raab D - Kader
Valentina Umhöfer  
Nikolas Braun D - Kader
Jonathan Mader  
Florian Jäger  
Pauline Lindner  
Maria Kalix  
Paul Blatzky  
   
   
   
   
   
   

 

Mehr Informationen und Ergebnisse hier:  http://www.tsbev.de/