Langläufer sammeln Medaillen

Nach Gold für die Oberhoferin Lisa Lohmann gewinnt Friedrich Moch aus Isny silber bei der U23-WM im Skilanglauf.

Voukatti/Lahti/Suhl – Das deutsche Skilanglaufteam sorgt bei der U23-WM in Finnland weiter für Furore. Einen Tag nach der überraschenden Goldmedaille für Lisa Lohmann aus Oberhof im SAprint sicherte sich Friedrich Moch (Isny) Silber im Freistilrennen über 15 km. …

Bei den Juniorinnen war die Oberhoferin Helen Hoffmann über 5 km Freistil als gute Elfte beste Deutsche. Lara Dellit (Asbach) belegte den 46. Platz. Jan-Friedrich Doerks (Goldlauter) kam bei den Junioren auf Rang 15.

Die neue U23-Sprint Weltmeisterin Lisa Lohmann verzichtete derweil am Freitag in Voukatti auf einen Start über 10 km und konzentrierte sich stattdessen auf die Mixed Staffel am Samstag. „Ich hatte im Sprint überhaupt nicht mit einem Podestplatz gerechnet, und schon gar nicht mit Gold. Meine Stärken liegen eher in den Distanz-Rennen“, sagte Lohmann rückblickend zu ihrem Überraschungs-Triumph bei Eiseskälte. Die Goldmedaille sei „Lohn für die harte Arbeit im ganzen Jahr“, betonte Lohmann: „Das macht mich echt stolz.“

Die Thüringerin profitierte bei ihrem Sieg von einem Sturz kurz vor dem Ziel der in Führung liegenden Top Favoritin Tereza Beranova aus Tschechien, die nach einer Berührung der Russin Anastasiya Faleeva zu Fall gekommen war. Die Jury disqualifizierte Faleeva wegen Behinderung – damit ging Gold an Lohmann.

Die Thüringer Nordisch Kombiniererinnen haben indes zwei Tage nach den medaillenlosen Einzelentscheidungen in Lahti auch mit der Mixed-Staffel  Edelmetall verfehlt. Das Quartett mit der Schmiedefelderin Maria Gerboth landete auf Rang vier, nur 1,6 Sekunden hinter Bronzemedaillen-Gewinner Italien. Den WM-Titel sicherte sich das norwegische Quartett.  Ts/uj

Historischer Moment: Lisa Lohmann auf dem obersten WM-Podest.  Foto: privat

Freies Wort vom 13./14.02.2021

 

 

Gerboths Pocketsprung noch ausbaufähig

Ralph Brückner

https://www.insuedthueringen.de/inhalt.lokalsport-ilm-kreis-gerboths-pocketsprung-noch-ausbaufaehig.b63a185e-db85-437e-b640-2d24e96439df.html   (14.02.2021)

Bei der Junioren-WM im nordischen Skisport in Lahti (Finnland) hat die Kombiniererin Maria Gerboth (WSV Schmiedefeld) beim provisorischen Wettkampfdurchgang (Pocketsprung) mit 74 Metern Rang 17 belegt.

Schmiedefeld - Der Auftakt am Dienstag war noch etwas durchwachsen: Beim provisorischen Wettkampfdurchgang (Pocket­sprung) zum Einzelwettkampf (Gundersen), der für die Mädchen aus einem Sprung und einem 5-km-Lauf besteht, kam Maria Gerboth auf der HS 100-m-Schanze von Lahti unter 30 Starterinnen auf Rang 17. Sie war auf 74 Meter gesprungen und hatte noch einige Windabzüge. Der Rückstand zur Spitzenreiterin Mille Moen Flatla aus Norwegen, der als Einziger ein 90-m-Satz gelungen war, beträgt umgerechnet immerhin bereits 2:12 Minuten. Maria Gerboth war dabei zweitbeste Deutsche nach Jenny Nowak (SC Sohland/Krs. Bautzen), die mit 77 m auf Rang 15 gelangte.

Die nordische Kombiniererin Maria Gerboth (WSV Schmiedefeld), hier beim Skilanglauf. Foto: /opokupix/Imago

 

 

 

Wir gratulieren zu den guten Ergebnissen unserer Springer beim Deutschlandpokal in Berchtesgaden:

 

Stolz Eric                             J16                         2 x 1. Platz

Grundmann, Justus           J17                         1. Platz,   2. Platz

Geyer, Luka                        J19+Herren            6. Platz

 

 

 

 

7000 Euro für den Schülertransport zum Training

EinenScheck in Höhe von 7000 Euro hat der Förderverein des Sportgymnasiums Oberhof von der Sparkasse erhalten. Damit kann der Schülertransport zum Training abgesichert werden.

Oberhof –Mit einem geleasten Kleintransporter für acht Personen werden die Sportler des Sportgymnasiums Oberhof zu ihren Trainingsstätten und zu Wettkämpfen gefahren. Das unterstützt die Rhön-Renn-steig Sparkasse. Vereinbart ist eine jährliche Spende, die zweckgebunden ist. In Höhe von 7000 Euro hat die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Annette Theil-Deininger nun einen symbolischen Scheck in Oberhof am Auslauf der Schanze im Kanzlersgrund überreicht. „Wir sind sehr froh, dass wir die Sparkasse haben, die uns mit diesem Betrag unterstützt“, betonte Schulleiter Volkmar Heyder.

Auch der Förderverein ist ein wichtiger Partner für die Einrichtung. Seine Aufgabe ist es, die Anliegen der Schüler und der Schule zu unterstützen und publik zu machen. Deutschlandweit. So verwundert es auch nicht, dass Mädchen und Jungen aus fast allen Bundesländern in Oberhof unterrichtet und trainiert werden. So sind zum Beispiel Sportschützen von der Küste eingetragen oder auch Biathleten aus Brandenburg. Weiterhin kümmert sich der Förderverein, dem Wilfried Hocke vorsteht,mit seinen 124 Mitgliedern beispielsweise um Sponsorenpartner sowie um Prämien für die Sportler zu verschiedenen Anlässen wie dem Abwintern oder für Auszeichnungen zu Sportfesten.

Drei in ganz Thüringen

DasOberhoferSportgymnasium ist kurz nach der Wende eine von 41 Eliteschulen des Sports in Deutschland geworden, wobei mit Jena und Erfurt drei in Thüringen existieren. Hier werden alle Wintersportdisziplinen trainiert, Nordische Kombination, Rodeln, Skeleton, Bob, Langlauf, Biathlon und das Sportschießen. Dafür sind alle Rahmenbedingungen geschaffen, damit die 218 Schüler unterrichtet und in den verschiedenen Disziplinen trainiert werden können.

„Die Nachfrage ist hoch“, bestätigt der Schulleiter auf Anfrage von Freies Wort. „Jährlich haben wir stets mehr Interessenten, als wir letztlich aufnehmen können, obwohl wir noch Kapazitäten hätten. Doch für alle muss auch gewährleistet sein, dass sie bestmöglich sportlich betreut werden können“, sagte er. dl

Wilfried Hocke, Bernd Neudert, Landrätin PeggyGreiser, Emilia Görlich, Hannes Gehring, Cindy Haasch, Maria Gerboth, Volkmar Heyder, Annette Theil-Deininger (von links) bei der Übergabe des Spendenschecks. Foto: Michael Bauroth

 

Silber für Maria Gerboth, Antonia Fräbel im Pech

Oberwiesenthal – Zum Abschluss der nordischen Junioren-Weltmeisterschaften hat die Schmiedefelder Kombiniererin Maria Gerboth Platz zwei mit der erstmals als WM-Disziplin ausgetragenen Mixed-Staffel der Junioren belegt. Für die 17-jährige Oberhofer Sportgymnasiastin war es bei ihrem dritten Start die erste Medaille bei Junioren-Weltmeisterschaften. Zuvor hatte sie in Oberwiesenthal beim Einzelsieg der gleichaltrigen Jenny Nowak aus Sohland Platz vier belegt. Gerboth war auch bei ihrer WM-Premiere im Jahr 2019 in Lahti Vierte geworden. Im Ziel von Oberwiesenthal lag das deutsche Quartett mit Gerboth, Nowak, Christian Frank (Berchtesgaden) und David Mach (Buchenberg) 32,6 Sekunden hinter dem siegreichen norwegischen Team. Der Thüringer Ski-Nachwuchs brachte von der JWM in Oberwiesenthal zwei Medaillen und einige weitere Top-Platzierungen mit nach Hause. Neben Gerboths Silber war das ebenfalls ein zweiter Platz durch die Oberhofer Langläuferin Lisa Lohmann im Skilanglaufrennen über 5 km Freistil. Die mit Medaillenhoffnungen gestartete deutsche Langlauf-Staffel der Juniorinnen wurde wegen Verlassens der Wettkampfstrecke disqualifiziert. Antonia Fräbel aus Asbach, die sich in diesem Winter auch schon im Weltcup beweisen durfte, steuerte in den Rennen der U23-Damen zwei sechste Plätze im Sprint und Einzelrennen über 10 Kilometer klassisch zur Thüringer Bilanz bei. Zuvor hatte Fräbel in der deutschen Mixed-Staffel aber Pech, nachdem sich die Startläuferin gleich auf den ersten Metern in einem Netz verheddert hatte und gestürzt war. Unterwegs konnte sie die Lücke auf die Spitze zwar verkleinern, schlussendlich aber nicht mehr schließen. „Wir haben das Beste daraus gemacht“, meinte Fräbel, die als Sechstplatzierte auf Mannschaftskollege Janosch Brugger übergeben hatte, nach dem Rennen. Am Ende landete die deutsche Staffel auf Rang sieben, der Titel dieser JWM-Premiere ging an Norwegen. Der Zella-Mehliser Skilangläufer Jan-Friedrich Doerks wurde Siebter über 10 km klassisch. uj/rd

 

Freies Wort vom 09.03.2020