Der erste Sprung von der neuen Schanze

Gleich beim ersten Mal waren 68 Meter drin: Luca Geyer vom WSV08Lauscha durfte am Freitag die neu gebaute Jugendschanze am Oberhofer Wadeberg eröffnen. Der 16-jährige Schüler des Sportgymnasiums traf damit ziemlich genau die 70 Meter, für die die neue Schanze konzipiert ist. Der Neubau ersetzt die alte Wadebergschanze aus den Baujahren 1951-52, die 2015 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Zum Training hatten die Oberhofer Nachwuchs-Springer nach Bischofsgrün und Klingenthal ausweichenmüssen. Foto: TWZ

 

Freies Wort vom 19.01.2019

 

 

 

 

Maria Gerboth beim Alpencup auf dem Podest

Schonach –Die 16 Jahre alte Schmiedefelderin Maria Gerboth hat beim Alpencup in Schonach mit Platz drei in der Nordischen Kombination für die beste Thüringer Platzierung gesorgt.

Im Gundersen Wettkampf mit einem Sprung und dem Skilanglauf über fünf Kilometer musste die Oberhofer Sportgymnasiastin nur Tagessiegerin Emma Volavsek (Tschechien) und Anna Jäkle aus Schonach den Vortritt lassen. Im Ziel lag Gerboth, die Sechste auf der Schanze und zweitschnellste Läuferin war,14,8 Sekunden hinter der Tschechin. Gerboths gleichaltrige Schulkameradin Emilia Görlich aus Lauscha wurde Achte.

Beim Sprint-Wettkampf am Sonntag mit nur halb so langer Laufstrecke siegte die Italienerin Annika Sieff. Gerboth (+1:35,8 Minuten) lief als Neunte ins Ziel. In der Alpencup-Wertung führt die Österreicherin Lisa Hirner mit 520 Zähler. Gerboth (282) ist Fünfte, Görlich (237) Achte.

Bei den Junioren hatten die Thüringer Kombinierer keine Chance auf Podestplätze. Der 19-jährige Adrian Gllareva (Schmiedefeld) war als 40. im ersten Wettkampf und 21. Beim zweiten Start jeweils Bester aus dem Freistaat. Niklas Pfeuffer (Schmiedefeld) kam auf die Position 51 und den 47. Platz. Für Lukas Rempt (Schmiedefeld) sprangen die Plätze 57 und 60 heraus.

Das Spezialspringen der Frauen gewann an beiden Tagen die Französin Josephine Pagnier. Maria Gerboth wurde 14. und 16. Nach zwölf Konkurrenzen führt die Österreicherin Hirner im Alpencup mit 661Punkten. Uj

Freies Wort vom 16.01.2019

 

 

 

 

Neues Jahr, altes Glück

Die Welt- und Europameisterschaften können kommen: Nach den ersten Saisonerfolgen in Übersee will der Thüringer Rennrodelnachwuchs auch im neuen Jahr ein Wörtchen mitreden. Und der Heim-Weltcup in Oberhof steht auch noch auf dem Plan.

Von Theo Schwabe

Park City/Calgary/Oberhof –Das war ein Start nach Maß: Geradezu sensationell starteten die Junioren-Nachwuchsrodler des Thüringer Schlitten-und Bobsportverbandes (TSBV) in die ersten drei Junioren-Weltcups (JWC) der neuen Saison 2018/2019. Schauplätze des Blitzstartes waren das amerikanische Park City und das kanadische Calgary. Bei dem ersten JWC-Kräftemessen in Park City hatten die Thüringer wesentlichen Anteil am Gesamtergebnis von insgesamt acht Siegen. Mehr war zum JWC-Auftakt kaum möglich.

In den Einsitzer-Rennen der Männer triumphierte seinerzeit der Neuhäuser Moritz Bollmann (RRV Sonneberg/Schalkau) an beiden JWC Rennwettkämpfen fast nach Belieben und setzte sich in der JWC-Wertung klar vor dem Österreicher Bastian Ernst Schulte mit 200 Zählern an die Spitze. Mit den Siegen demonstrierte Bollmann, dass sein Vizetitel bei den Europameisterschaften in Oberhof keine Eintagsfliege war und er sich mittlerweile einen festen Platz in der europäischen Spitze der Juniorenklasse erobert hat. Und überhaupt war es für Bollmann eine große Anerkennung, erstmals in Übersee starten zu dürfen. In Park City hat Bollmann die Konkurrenz wachgerüttelt, insbesondere den Österreicher Bastian Ernst Schulte.

Der Nachbar kontert

Schulte schlug nämlich beim dritten JWC auf der Olympiabahn von Calgary voll zu und sicherte sich auch beim dritten JWC-Wettkampf erneut den zweiten Platz, um sich mit einem Vorsprung von 13 Zählern bei 255 Punkten vor Bollmann an die Spitze zu setzen. Bollmann hatte auf der Olympiabahn von 1988 nicht den besten Tag erwischt und landete abgeschlagen auf Platz acht. Mit den mit 42 Zählern erkämpften Punkten fiel Bollmann nach drei JWC-Rennen vorerst auf den zweiten Platz zurück. Das trübte den Erfolg der Thüringer nicht, sprang doch der amtierende Junioren-Vizeweltmeister David Nößler (RSV Schmalkalden) aus Fambach in die Bresche und feierte nach Platz drei und fünf in Park City seinen ersten JWC-Erfolg. Gleichzeitig rückte Nößler mit diesem Erfolg in der JWC-Wertung auf Platz drei.

Ihren dritten Sieg in Folge feierten die Junioren-WM Doppel-Vizeweltmeister Hannes Orlamünder/Paul Gubitz vom RRC Zella-Mehlis. Waren ihnen bei den ersten zwei JWC-Rennen in Park City die Russen Shander/Mikow auf den Fersen, mussten sie sich in Calgary mit dem zweiten starken russischen Doppel Buchnev/Kilseev auseinandersetzen, das sie jedoch fest im Griff hatten.

Nach derzeit drei gefahrenen Junioren-Weltcup-Rennen führen Orlamünder/Gubitz mit300 Zählern klar die Rangliste bei den Doppelsitzern an. Damit sind die Zella-Mehliser klare Favoriten für die 40. FIL-Junioren-Europameisterschaften am 18./19. Januar (die im Rahmen des 4. Junioren-Weltcups in St. Moritz-Celerina ausgetragen werden) als auch bei den 34. FIL-Junioren Weltmeisterschaften am 1. und 2. Februar in Innsbruck.

Das JWC-Finale findet in dieser Saison am 15./16. Februar in Oberhof statt. Dann möchte auch die einzige JWC-Starterin des TSBV, Merle Fräbel vom Rodelteam Suhl, ein gewaltiges Wort bei der Pokalvergabe mitreden. Derzeit liegt die Rennrodlerin, die ihre erste JWC-Saison bestreitet, auf dem sechsten Rang. Ihre besten Leistungen mit jeweils fünften Rängen gegen die Weltelite rief die 15-Jährige in Park City ab. In Calgary landete sie als Achte trotzdem noch unter den TopTen und komplettierte als drittbeste Deutsche hinter Anna Berreiter (Berchtesgaden) und Jessica Degenhardt (Altenberg) das gute deutsche Ergebnis.

Wenn auch das Zella-Mehliser Doppel mit Blick auf die Junioren-EM und -WM sowie auf den Junioren-Weltcup das Maß aller Dinge sind, hofft der TSBV auf ebenso starke Leistungen von David Nößler, Moritz Bollmann und nicht zuletzt auf Merle Fräbel.

Spitzenreiter: Hannes Orlamünder und Paul Gubitz vom RRC Zella-Mehlis liegen nach drei Siegen in der Weltcup-Rangliste souverän in Führung. Damit sind die Zella-Mehliser Doppelsitzer klare Favoriten für die Junioren-EM und -WM.

Hoffnungsträgerin: Merle Fräbel ist die einzige Thüringer Starterin beim Junioren-Weltcup. Für die Rennrodlerin vom Rodelteam Suhl ist es die erste Weltcup-Saison. Fotos:Theo Schwabe

 

Freies Wort vom 16.01.2019

 

 

 

 

 

Drei Siege für Deutschland beim 3. JWC in Calgary (CAN)

Calgary (bsd/14./15.12.2018) Die zweite Station der Juniorenweltcup-Saison 2018/19 führte die internationalen Rennrodel-Nachwuchsmannschaften ins kanadische Calgary: Am 14. und 15. Dezember fand auf der Olympiabahn von 1988 das dritte Saisonrennen statt, bei welchem die deutschen Fahrerinnen und Fahrer mit insgesamt sechs Podestplätzen – davon vier Siege – das Treppchen bestimmten und mit einem tollen Mannschaftsergebnis in die Weihnachtspause starten können.

Bei den Damen musste sich die zweifache Park City-Siegerin Anna Berreiter dieses Mal der Österreicherin Hannah Prock geschlagen geben. Mit 0,002 Sekunden Vorsprung fuhr Prock auf Rang eins. Mit Jessica Degenhardts drittem Platz (+ 0,045 Sek.) war das Damen-Podest dennoch in schwarz-rot-goldenen Farben gehalten. Merle Fräbel komplettierte das tolle deutsche Ergebnis mit Platz acht (+ 0,397 Sek.), Cheyenne Rosenthal fiel mit 1,661 Sekunden Rückstand auf den 21. Rang zurück.

Bei den Herren setzte sich in Kanada David Nößler an die Spitze, er gewann mit 0,108 Sekunden Vorsprung vor den beiden Österreichern Bastian Schulte und Yannick Müller (+ 0,185 Sek.). Florian Müller wurde Siebter (+ 1,135 Sek.), Park City-Gewinner Moritz Bollmann fuhr auf Rang acht (+ 1,426 Sek.). Der vierte deutsche Starter Mathis Ertel belegte mit 3,087 Sekunden Rückstand Platz 15.

Bei den Doppelsitzern waren Hannes Orlamünder und Paul Gubitz erneut das Maß aller Dinge: Sie gewannen mit 0,493 Sekunden Vorsprung ihren dritten Saisonsieg, vor dem russischen Duo Buchnev/Dmitry und den Italienern Felderer/Leon (+ 0,814 Sek.).

Die Team-Staffel wurde wie bereits in Park City ebenfalls von den starken deutschen Fahrerinnen und Fahrern dominiert: Anna Berreiter, David Nößler sowie Hannes Orlamünder und Paul Gubitz gewannen mit 0,377 Sekunden Vorsprung vor Russland und den USA (+ 0,829 Sek.).

Der vierte Juniorenweltcup der Saison 2018/19 wird vom 17. bis 19. Januar 2018 im schweizerischen St. Moritz ausgetragen.

https://www.bsd-portal.de/sport/rennrodeln/news/#3428

 

 

 

Die Ersten auf Naturschnee

 

Masserberg –Der SG „Rennsteig“ Masserberg blieb es vorbehalten, nachdem der erste landesoffene Nachtsprint im klassischen Stil am 2. Januar wegen Mangels der weißen Pracht abgesagt werden musste, den ersten offiziellen Wettkampf auf Naturschnee in diesem Jahr auszurichten.

Die Resonanz mit knapp 100 Wettkämpfern aus zehn Vereinen war groß. „Für uns ging es heute in erster Linie darum“, so Trainer Thomas Straube vom SWV Goldlauter-Heidersbach, „dass meine Athleten mit Blick auf die Landesmeisterschaften erste gute Leistungen abrufen. Und in dieser Hinsicht konnte sich Straube nicht beschweren. War Jette Stark 2018 bei den Landesmeisterschaften noch Lilly Hauck (SG „Rennsteig“ Masserberg) klar unterlegen, musste sich die Masserbergerin diesmal mit einem Rückstand von sieben Sekunden Rückstand auf der 1,2 Kilometer langen Sprintstrecke mit Platz zwei begnügen. Stark ließ sich vom schnellen Anfangstempo Haucks nicht beeindrucken und spielte dann auf den letzten 200 Metern ihre gewachsene Schnelligkeit mit einem Sieg aus. Und auch die Nachwuchsbiathletinnen des WSV Scheibe-Alsbach als auch des Großbreitenbacher SV mit Janne Weigelt und Tabea Rebstock konnten Stark nicht vom Sieg abhalten.

Mit Blick auf den Deutschen Schülercup in Klingenthal unterzog sich Clemens Färber (Goldlauter-Heidersbach) beim Nachtsprint einem schnellen Test. „Gelungen“, kommentierte Trainer Straube die Leistung seines Schützlings, der sich über 2,4 Kilometer knapp vor Loris Theilig (SC Motor Zella-Mehlis) platzieren konnte.

Die Nachwuchslangläufer waren überhaupt die eigentlichen Abräumer beim ersten Nachtsprint der Saison am Rennsteig. Den Reigen leitete Anton Keiner in der U8 ein. Gleich dreifach liefen Miya Degner, Carlotta Wahl und Mirjam Allin bei den neunjährigen Mädchen nach 1,2 Kilometer über die Ziellinie. Zum nächsten Doppelschlag holten Julius Behr und Karl Keller bei den Zehnjährigen aus und verwiesen Franz Domhardt (Großbreitenbacher SV) mit über 36 Sekunden auf den Bronzerang. Die Doppelerfolgskette ließen Ole Hollandt und Til Schneider für den SWV Goldlauter-Heidersbach in der U11 nicht abbrechen. Und auch als es über zwei Runden um 2,4 Kilometerging, zeigte sich Oskar Seeber (Goldlauter-Heidersbach) bestens aufgelegt und siegte mit über 33 Sekunden Vorsprung vor Leon Eberhardt (Großbreitenbacher SV).

„Wir werden auch beim zweiten Nachtsprintam16. Januar in Masserberg an den Start gehen“, so Thomas Straube. Auch schon deshalb, weil wir in Masserberg stets optimale Bedingungen vorfinden, um uns auf die Meisterschaften vorbereiten zu können.“

Recht erfolgreich in Szene setzte sich auch der Nachwuchs des SC Motor Zella-Mehlis. Eine Top-Vorstellung lieferte Vizelandesmeister Christian Weiß in der U8 ab. Mehr als eine Minute nahm er seinen Konkurrenten ab und siegte vor Maximilian

Schulz vom SWV. Auch wenn es für Johanna Weiß in der U12 über 2,4 Kilometer nur zum zweiten Platz reichte, war die Zwölfjährige nicht unzufrieden. Immerhin hatte sie mit der mehrfachen Landesmeisterin Lotta Riechel (WSV 1907 Steinbach) eine sehr starke Konkurrentin vorgesetzt bekommen. Das traf auch auf Carolin Fehringer (Zella-Mehlis) zu, die hinter der Allrounderin Anna Riechel (WSV 1907 Steinbach) und Hedy Müller (SWV Goldlauter-Heidersbach) mit 34 Sekunden Rückstand den dritten Platz über 2,4 Kilometer in der U13 belegte. Abe

 

Loipenkampf unter Flutlicht: Clemens Färber siegt beim Nachtsprint in Masserberg in der U13. Foto: Theo Schwabe

 

Freies Wort vom 15.01.2019