Medaille verpasst

Rasnov –Zum Abschluss der Junioren-Weltmeisterschaften im rumänischen Rasnov sind die deutschen Langläuferinnen im Staffelrennen über 4x2,5kmFreistil um 4,5 Sekunden an Bronze vorbeigeschrammt.

Startläuferin Julia Richter aus Sayda hatte nur als 13. gewechselt, so dass auch Katharina Hennig (Oberwiesenthal) als Zweitschnellste ihrer Runde, die Steinbach-Hallenbergerin Katherine Sauerbrey als Fünfte und Antonia Fräbel (Asbach) als schnellste Schlussläuferin den Rückstand nicht aufholen konnten. Für die deutschen Junioren mit dem Bad Lobensteiner Felix Daudert als Startläufer reichte es über 4x5 km mit 3:14,6 Minuten Rückstand nur zum neunten Rang.

Von den Welttitelkämpfen in Siebenbürgen bringen die Thüringer Nordischen drei Medaillen mit nach Hause: Gold und Silber für Victoria Carl über 10 km Freistil und klassisch in der U23-Klasse und Bronze für Juniorin Antonia Fräbel über 5km klassisch. uj

Freies Wort vom 27.02.2016

 

 

Carl und Fräbel gewinnen erste WM-Medaillen

Rasnov –Die Thüringer Skilangläuferinnen Victoria Carl (Zella-Mehlis) und Antonia Fräbel (Asbach) haben am Dienstag die ersten Medaillen für die deutsche Mannschaft bei den Junioren-und U23-Weltmeisterschaften im rumänischen Rasnov gewonnen. Die 20 Jahre alte vorjährige Junioren-Weltmeisterin musste in den rund 1300 Meter hoch gelegenen Loipen nur der Russin Anastasia Sedowa um 13,1 Sekunden den Vortritt lassen. Die 18-jährige Fräbel wurde bei plus 12 Grad Celsius mit 10,7 Sekunden Rückstand auf Gold Dritte. Den Sieg holte sich Marte Maeklum Johansen vor Lotta Ugnes Weng (beide Norwegen). Katherine Sauerbrey (Steinbach-Hallenberg/+58,3s) belegte Platz 13 im Feld der 77 Starterinnen. Marius Cebulla (U23/Goldlauter) belegte über 15 km klassisch nur Rang 40.

Der Kombinierer-Sieg ging an Bernhard Flaschberger (Österreich) vor Vinzenz Geiger (Oberstdorf) und Terence Weber (Geyer). Der Zella-Mehliser Anton Schlütter landete auf dem 15.Platz.

Beim Skispringen gab es das erste Gold für den DSV, denn David Siegel (Baiersbronn) gewann vor Domen Prevc (Slowenien). Bei den Juniorinnen musste Katarina Althaus (Oberstdorf) nur der Österreicherin Chiara Hölzl den Vortritt lassen. Pauline Heßler (Lauscha) wurde 19. Uj

 

Freies Wort vom 24.02.2016

 

Vorderplätze für Hoffmann

Planica –Beim Alpencup der Skispringer auf der Normalschanze im slowenischen Planica konnte Thüringens Nachwuchs-Hoffnung Felix Hoffmann am Sonntag mit einem sechsten Platz aufwarten, nachdem des tags zuvor zum achten Rang unter 61 Teilnehmern gereicht hatte.

Der 18-Jährige vom SWV Goldlauter war damit unter den 15 deutschen Startern der jeweils drittbeste DSV Springer. Vor ihm platzierten sich Adrian Sell (Meßstetten/5. +4.) und Johannes Schubert (Aue/4.) sowie Julian Hahn (Grüna/6.).

Herausragender Teilnehmer war der gleichfalls 18-jährige Österreicher Janni Reisenauer, der beide Springen vor dem Italiener Alex Insam gewann. Rd

 

Freies Wort vom 17.02.2016

3 Fragen

Felix Hoffmann, Skispringer vom SWV Goldlauter-Heidersbach

Gestärktes Selbstvertrauen

Der für den Ski-und Wanderverein Goldlauter-Heidersbach startende Felix Hoffmann gewann am Wochenende beim Skispringen im Rahmen der Deutschlandpokal Sprungserie in Brotterode seinen ersten Wettkampf in der Altersklasse Junioren/Männer in diesem Jahr. In der Gesamtwertung belegt der 18-jährige nach den beiden Wettbewerben auf der Inselbergschanze den zehnten Platz.

?   Wie waren die Bedingungen für die Springer in der Werner-Lesser-Skisprungarena?

Für die Organisatoren stellten die Witterungsbedingungen eine große Herausforderung dar. Wie es ihnen gelungen ist, eine solch bestens präparierte Schanze herzurichten, bedarf den Dank aller Sportler. Es machte riesigen Spaß, die Wettkämpfe auf einer der wenigen Schanzen in Thüringen, auf denen noch gesprungen werden kann, zu bestreiten. Nach dem intensiven Training bei herrlichem Wetter am Freitag mit vier Sprüngen war es die richtige Entscheidung, das zweite Springen gleich noch am Samstag anzuschließen. Angesichts der Wetterprognose für Sonntag wäre ein Springen gar nicht mehr möglich gewesen. Auch wenn wir nur einen Sprung im zweiten Wettkampf absolvieren konnten, bekamen wir so wenigstens noch die Möglichkeit für einen weiteren Wettbewerb.

?  Wie schätzen Sie Ihre Leistungen in Brotterode ein?

Den ersten Sprung im ersten Wettkampf habe ich gut erwischt. Im zweiten Sprung lief mit 98 Metern nicht alles rund, so dass ich noch auf Platz vier zurückfiel. Umso besser gelang der einzige Wertungssprung im zweiten Wertungsspringen. Da waren die Bedingungen für alle Springer gleich und ich bin gut vom Schanzentisch weggekommen. Ich merkte, dass es weit geht. Die Landung war stabil. Darauf lässt sich für den Rest der Saison aufbauen –und das Selbstvertrauen ist noch einmal gestärkt.

?   Wie geht es nach Brotterode für Sie weiter?

Erst einmal bin ich froh, dass wir am Sonntag trainingsfrei hatten und somit nach den beiden anstrengenden Tagen von Brotterode etwas Zeit für die Regeneration war. Seit Montag befinden wir uns wieder im intensiven Training, um noch einmal optimal vorbereitet am ersten März-Wochenende zum Saisonfinale des Deutschlandcups nach Ruhpolding zu fahren. Dort möchte ich meine Leistung von Brotterode gern bestätigen.

Interview: Thomas Dröge

 

Freies Wort vom 24.02.2016

 

Letzter großer Wurf: Turnhalle

In einem dritten großen Bauabschnitt am Sportgymnasium Oberhof soll die Komplettsanierung der Turnhalle erfolgen. Einschließlich Ersatzneubau für fehlende Funktionsräume. Wann dies umgesetzt wird, scheint noch unklar.

Von HeikeJenzewski

Oberhof –Ob Sanierung oder Komplettneubau der Einfelderhalle an der Eliteschule des Sports, das ist Schulleiter Volkmar Heyder ziemlich egal. Fest steht, dass Handlungsbedarf besteht. 1980 wurde die Turnhalle als letztes Bauwerk der 1979 in Oberhof eröffneten Sportschule eingeweiht. Nicht nur, dass die Hülle seither stark gelitten hat. Zum Beispiel, weil das Mauerwerk auf der Südseite im Kellerbereich, wo einige Funktionsräume angesiedelt sind, durch fehlende Dämmung stark durchfeuchtet ist. Die Turnhalle an sich entspricht auch nicht mehr dem Standard. So dürfte es Holzfußböden gar nicht mehr geben.

Wichtig ist für die Sportler, die Lehrer und Trainer im Zusammenhang mit der Sanierung ebenso, dass Trainings-und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Im Zuge des Internatsneubaus sind vor fünf Jahren Funktionsräume weggefallen, die im Altbau noch vorhanden waren. Sie wurden nur teilweise in den Kellerbereich der Turnhalle integriert. Denn dort ist zu wenig Platz, die Bausubstanz schlecht und die Ausstattung minderwertig. „Die Werkstatt für die Schlittenbauer im Keller der Turnhalle ist zu klein. Und sie hat keine Lüftung. Hier wird aber mit Polyester gearbeitet, wenn die Plastewannen der Form der Schüler angepasst werden. Die Dämpfe können wir im Moment nicht absaugen“, nennt Heyder einen der Mängel, die dringend behoben werden müssen.

Zu wenig Platz

In anderen Räumen bewahren die Schüler ihre Sportgeräte auf, Mountainbikes und Skiroller im Sommer, Skier und Rodel im Winter. Weil nicht genug Platz ist, müssen die jungen Leute aufwendig immer wieder umräumen und neben den dicken Wintersachen auch die Skier immer wieder mit Heim schleppen und umgekehrt. Andere Ausrüstung gehört den Vereinen, wird aber regelmäßig benötigt und braucht ebenfalls Raum.

Das alles und noch mehr hofft Volkmar Heyder, alsbald geregelt zu bekommen. 5,75 Millionen Euro plant das Land für das Vorhaben. Neben der Komplettsanierung der Turnhalle und dem Ersatzneubau für Funktionsräume kündigt Daniel Kronenberg, Referent im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, auch noch die Gestaltung der Außenanlagen an. So benötigt der kleine Sportplatz dringend eine Kur für den Leichtathletik-Unterricht oder Sportfeste. Aber auch Skaterplatz, Auto-Stellflächen, Straßen, Wege und Grünflächen werden neu oder umgebaut.

Baubeginn noch unklar

Neben dem Geld des Landes will das Sportgymnasium aus dem eigenen Haushalt weiteres Geld investieren. Das wird dort schon seit einiger Zeit vorgehalten, um nach der Sanierung und eventuellem Neubau auch Kraft-und Gymnastikraum beispielsweise entsprechend ausstatten zu können. 223 000 Euro will sich das die Schule kosten lassen.

Wann allerdings der Startschuss für das Bauvorhaben fällt, ist bislang nicht ganz sicher. „Die Planungen für diesen abschließenden Bauabschnittwerden derzeit von den verschiedenen beteiligten Akteuren voran getrieben. Die haushaltsmäßige Genehmigung des beantragten Nutzerbedarfs mit geschätzten Kosten von 5,75 Millionen Euro steht noch aus“, antwortetet Daniel Kronenberg auf eine entsprechende Nachfrage der Redaktion. Das Vorhaben könne frühestens im nächsten Doppelhaushalt eingestellt werden. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport habe den Hochbau mittelfristig bis 2025 angemeldet.

Von Ina Leukefeld, Wahlkreisabgeordnete der Linken im Landtag, hatte Freies Wort zuvor die Information erhalten, dass das Vorhaben auf einer Prioritätenliste steht und bereits in den aktuellen Doppelhaushalt eingetaktet ist. Mit Planung in diesem und Ausführung schon im kommenden Jahr...

Vonder Sportschule zum Sportgymnasium

Mitte der 50er-Jahre wurde die Kinder-und Jugendsportschule in Zella-Mehlis gegründet. Seit 1979 gab es eine zweite KJS in Oberhof, wo fortan die Wintersportler lernten und trainierten. Seit 1991 heißt diese Schule Sportgymnasium und befindet sich in Trägerschaft des Freistaates Thüringen. Wegen der überregionalen Bedeutung wurde bereits in den 1990er Jahren mit Planungen zum Ausbau des Standortes begonnen.

Im ersten Bauabschnitt von September 2004 bis Februar 2008 wurden 18,33 Millionen Euro investiert in Umbau und Sanierung des Zentralgebäudes mit Aula/Speiseraum, Verwaltung und Klassenzimmern, in die Sanierung des Schulgebäudes, in den Umbau des Heizhauses samt innovativem Energiekonzept durch Einbau einer Holzhackschnitzelheizung und Photovoltaikanlage. Die Finanzierungerfolgte zu 90 Prozent aus dem Invest-Programm „Zukunft, Bildung und Betreuung“ des Bundes.

Der zweite Bauabschnitt dauerte von Februar 2010 bis Januar 2011, Gesamtbaukosten 5,87Millionen Euro und beinhaltete Abriss des alten und Neubau eines modernen Internatsgebäudes mit komfortablen Zwei-und Vierbettzimmern mit eigenen Sanitärbereichen, Sauna sowie Räumen für Freizeit, Sport und medizinische Versorgung. Das Geld dafür stammt zum großen Teil aus dem Konjunkturprogramms II der Bundesregierung. 75Prozent der Finanzierung stemmte der Bund.

Der Schulleiter kann die Sanierung der Turnhalle samt Erweiterung kaum erwarten. Nicht nur, dass die Werkstatt-und Technikräume kaum mehr den Anforderungen entsprechen, fehlende Dämmung führt an vielen Stellen auch zu Durchfeuchtung, wie Volkmar Heyder zeigt. Er hofft 2017auf Um-und Neubau. Foto: Michael Bauroth

 

Freies Wort vom 17.02.2016