Zwei Gleichungen und fünf Unbekannte

62 Mädchen und Jungen aus den Gymnasien des Landkreises konnten sich bei der 57. Mathematikolympiade in die Siegerlisten eintragen. Von Wolfgang Swietek

Meiningen – Gespannte Aufmerksamkeit herrschte im großen Saal der Rhön-Rennsteig-Sparkasse. Ein wenig Geduld mussten die Gymnasiasten aus Meiningen, Schmalkalden und Kaltensundheim, aus Zella-Mehlis, Suhl und Oberhof noch aufbringen, ehe die Ergebnisse der 57. Mathematikolympiade bekanntgegeben wurden. Ein wenig Kultur gehört schon dazu bei einer richtigen Festveranstaltung. Und so spielte Paula Holzmann vom Henfling Gymnasium Meiningen, selbst Teilnehmerin der Olympiade, zunächst ein Stück auf der Geige. Dann noch ein Vortrag von Olaf Kretzer von der Sternwarte Suhl – der so spannend war, dass so manch einer kurzzeitig vergessen hatte, weshalb er überhaupt nach Meiningen gekommen war. Olaf Kretzer nahm die Mathe-Asse mit auf eine ungewöhnliche Reise ins Weltall, zeigte ihnen anhand eindrucksvoller Fotos, wie es in fernen Galaxien aussieht. „Sofia – Flug in die Stratosphäre“ hatte er seinen Vortrag genannt. Wobei er den aufmerksamen Zuhörern erklärte, dass die Astronomen ihren Unternehmungen nicht einfach einen Mädchennamen geben, sondern dass Sofia die Abkürzung von „Stratospheric Observatory For Infrared Astronomy“ ist. Er selbst hatte den Flug der Nasa miterleben dürfen. An die jungen Leute vor ihm gewandt, sagte Olaf Kretzer: „Ich freue mich, dass Ihr Euch so intensiv mit der Mathematik beschäftigt. Wir brauchen viele kluge Menschen, denn ein Computer kann nicht von allein alles leisten. Computer tun nur das, was wir Menschen ihnen zuvor befehlen. Und dazu müssen wir uns selbst viel Wissen erarbeiten.“ Dann endlich trat Anna Störmer, Lehrerin für Mathematik und Latein am Henfling-Gymnasium, ans Rednerpult. In der Hand hielt die Verantwortliche für die regionale Mathematikolympiade die Liste mit den Namen der Preisträger. An ihrer Seite Frank Krüger von der Rhön-Rennsteig-Sparkasse, die wie in den Jahren zuvor finanzielle Zuschüsse für die Begabtenförderung bereitstellte und auch diese feierliche Auszeichnungsveranstaltung ermöglichte. 62 Namen verlas Anna Störmer – die der Besten der 5. bis zur 12. Klasse. Knifflige Aufgaben hatten die Mädchen und Jungen in dem Wettbewerb zuvor zu lösen. Manche von ihnen hatten gar 39 der 40 möglichen Punkte erreicht. Da waren Durchschnittsgeschwindigkeiten zu berechnen oder Zinsrechnungen auszuführen – natürlich ohne den geliebten Taschenrechner. Geometrieaufgaben waren zu lösen oder Gleichungssysteme. Manche Aufgaben waren – sicher bewusst – etwas verwirrend gestellt. Doch die Mädchen und Jungen ließen sich nichtirre machen, hatten bald den Durchblick. „Ein Kreis und auf eine ganz bestimmte Art und Weise eingezeichnete Dreiecke brachten so manchen etwas zur Verzweiflung“, sagte Anna Störmer. „In-, Um- und Ankreise von Dreiecken spielten einige Teilnehmer schwindelig. Doch dann lösten sie sogar zwei Gleichungen mit fünf Unbekannten. Was selbst für die Zwölftklässler kein Kinderspiel war.“ Noch konnte Anna Störmer nicht verkünden, wer von den Ausgezeichneten die Region bei der Landesolympiade Anfang 2018 in der Landeshauptstadt vertritt. Doch die Entscheidung soll bald getroffen werden, und dann bekommt jeder rechtzeitig Bescheid, damit er sich auch dafür ordentlich vorbereiten kann.

Die siegreichen Teilnehmer der 57. Mathematikolympiade beim traditionellen Erinnerungsfoto. Fotos: Wolfgang Swietek

 57. Mathematikolympiade– Ergebnisse der Region

Klasse 6:   6. Platz: Edgar Höllering, Zella-Mehlis

Klasse 7:   2. Platz: Lea Messner, Suhl 6. Platz: Laura Hartmann, Zella-Mehlis 8. Platz: Elias Meiß und Tommy Jäger, beide Zella-Mehlis

Klasse 8:   1. Platz: Antonia Heß, Suhl 7. Platz: Felix Schnaiter, Suhl

Klasse 9:   1. Platz: Sarah Kern, Suhl 2. Platz: Tomke Ahlers, Suhl 3. Platz: Lara Scheffler, Suhl 4. Platz: Carolin Rudloff, Suhl 7. Platz: Luisa Krause, Oberhof 7. Platz: Annika Enz, Suhl

Klasse 10:  1. Platz: Benjamin Menz, Oberhof 3. Platz: Alexander Glaser, Suhl 6. Platz: Nick Hauck, Oberhof

Klasse 11:  2. Platz: Tim Bauerschmidt, Zella-M. 4. Platz: Clara Kümpel, Suhl 4. Platz: Adrian Theuerkauf, Suhl 7. Platz: Janik Eckstein, Oberhof

Freies Wort vom 16.12.2017

 

Kombinierer Schlütter gelingt ein Meisterstück

Seefeld – Anton Schlütter hat am Abschlusstag der Deutschlandpokal Wettkämpfe in Seefeld die Männer-Konkurrenz in der Nordischen Kombination gewonnen. Der 20-Jährige vom SC Motor Zella-Mehlis, der im ersten Wettkampf am Samstag als Siebter ins Ziel gekommen war und dabei vor allem auf der Schanze überzeugte, beendete das Springen als Zweiter und war Sechstschnellster auf der zehn Kilometer langen Strecke. Dies bescherte ihm in der Summe den ersten Platz.

Tim Czossek vom WSV Oberhof 05 wurde am Sonntag Tages-Siebter, nachdem er am Samstag auf Rang 12 gelandet war. Michael Dünkel (SWV Goldlauter-Heidersbach) kam am Samstag auf den 20. Platz und ging am zweiten Wettkampftag nicht an den Start.

In der Altersklasse 16 belegte der Schmiedefelder Niklas Pfeuffer am Sonntag Platz drei, sein Vereinskamerad Adrian Gllareva war in der Altersklasse 17 als Sechster bester Thüringer. Beim Wettbewerb am Samstag waren beide Vierter geworden.

Thüringer Doppelsiege

Bei der vom WSV Schmiedefeld in Österreich ausgerichteten Veranstaltung kämpften auch die Skispringer um Punkte für die Deutschlandcup-Wertung. Das Klassement der Frauen hatte die Lauschaerin Luisa Görlich fest im Griff. Sie triumphierte an beiden Wettkampftagen.

Luca Geyer gelang in der männlichen Altersklasse 16 ebenfalls ein souveräner Doppelerfolg. Görlichs weitester Sprung auf 104,5 Meter bedeutete am Sonntag Tagesbestweite, Geyer segelte sogar auf 105,5 Meter.

Paul Kinder vom WSV Oberhof 05 kam am gleichen Tag unter die besten Zehn und wurde in der Altersklasse 16 Siebter.

Weiter geht es für die Nachwuchs-Kombinierer der Altersklasse 14/15 vor der kurzen Weihnachtspause mit dem ersten Deutschen Schülercup dieses Winters in Rastbüchl. Die Jugendlichen und Junioren reisen am dritten Adventswochenende erneut nach Seefeld, wo sie im Rahmen eines Alpencups auf internationale Konkurrenz treffen. uwj/mab

Freies Wort vom 12.12.2017

 

Geplatzter Traum, aber Team-Bronze  für Maria Kalix

Nach zwei von drei 25er-Serien lag Skeet-Schützin Maria Kalix von Schießsportzentrum Suhl bei den Weltmeisterschaften in Moskau noch auf Platz vier bei den Juniorinnen. Dann aber folgte nach 22 beziehungsweise 24 Treffern der Absturz – nur 17 heruntergeholte Scheiben und damit das Platzen des Finaltraums. Trotz Platz 18 konnte sie sich aber gemeinsam mit Eva-Tamara Reichert und Valentina Umhöfer über Bronze in der Teamwertung hinter den USA und Tschechien freuen.

Foto: König

Freies Wort vom 09.09.2017

 

1:1 im Rennrodel-Länderkampf

Eine Woche lang wetteiferten 193 hoffnungsvolle Nachwuchsathleten aus 20 Ländern in Oberhof um Weltcup-Punkte. Besonders erfolgreich in Szene setzen sich dabei die Vertreter aus Deutschland, Italien und Österreich.

Oberhof – Nicht nur die 17- bis 19-jährigen Rennrodler aus Europa, Asien und Übersee hatten ein enormes Wettkampfprogramm zu bewältigen, sondern auch der Thüringer Schlitten- und Bobsportverband als Ausrichter von gleich zwei Weltcup-Rennen. „Um das organisatorisch zu stemmen“, so TSBV-Sportdirektor Uwe Theisinger, „sind auch wir bis an unsere Leistungsgrenze gegangen. Bereits beim ersten Wettbewerb zeichnete sich ein spannender Zweikampf zwischen den Piloten des Deutschen Schlitten- und Bobsportverbandes und den italienischen Fahrern ab.

Die Phalanx des Länderkampfes Italien kontra Deutschland konnten nur die Österreicher und Russen stören. Mussten sich die amtierenden Doppelsitzer-Weltmeister Hannes Orlamünder/Paul Gubitz (RRC Zella-Mehlis) bereits beim ersten Weltcup den Italienern Ivan Nagel/Fabian Malleier geschlagen geben, konnten sich die Schützlinge von Karsten Albert auch bei der zweiten Auflage nicht durchsetzen. Die Südtiroler, die auch im Einsitzerwettbewerb an den Start gingen und durch Fabian Malleier sogar Bronze erkämpften, könnten mit ihren Doppelstarts eine Trendwende einleiten. „Wir müssen das genau beobachten“, betonte Junioren-Trainer Steffen Wöller. „Die russischen Doppelsitzer lagen uns zwar auch dicht auf den Fersen, wir konnten sie aber noch in Schach halten.“

Die Einsitzerkonkurrenz hatten die Thüringer indes fest im Griff. Auch beim zweiten Rennen dominierte Max Langenhan (BRC Friedrichroda) und verwies Moritz Elias Bollmann (RRV Sonneberg-Schalkau) erneut auf Platz zwei. Doch diesmal feierten die Thüringer keinen fünffachen Erfolg, da sich Fabian Malleier auf Platz drei fuhr und Paul Lukas Heider (RC Ilmenau) auf Platz vier verdrängte. Auch der Zella-Mehliser Thomas Jaensch bekam die Stärke der Italiener zu spüren und musste Ivan Nagler den Vortritt lassen. Unzufrieden war diesmal David Nößler (RC Schmalkalden), der den zweiten Lauf total verhaute und nur auf dem achten Platz landete. Trotzdem war Coach Wöller zufrieden. „Wir sind auf dem richtigen Weg, um auch bei den nächsten Weltcups in vorderer Front zu fahren. Der Länderkampf Deutschland – Italien endete nach den ersten zwei Rennen vorerst Remis. Bei den jungen Frauen ließ sich Jessica Tiebel auch beim zweiten Weltcup nicht beeindrucken und siegte erneut vor der Österreicherin Hannah Prock. Damit hat die Altenbergerin beweisen, dass sie durchaus schon bei den Frauen mitfahren kann. Dafür sprechen ihre Erfolge beim Nationen-Cup in Innsbruck (2. Platz) und Altenberg (1.).

Einzige Thüringer Starterin war Antonia Weisemann (RC Schmalkalden), die mit Platz sieben drittbeste Deutsche wurde. Im Klassement der A-Jugend (15/ 16 Jahre) sicherte sich Florian Müller (Oberwiesenthal) vor Juri Gatt (Österreich) seinen zweiten Weltcup-Erfolg. Mit einer Steigerung und Platz zwei wartete die Suhlerin Merle Fräbel auf, die sich beim Auftakt noch mit Position vier zufriedengeben musste. Die Siege holte sich die Italienerin Verena Hofer. „Diesmal machte Fräbel fast alles richtig, glänzte vor allem im ersten Lauf.“ Nachdem es für Thüringens Doppel Moritz Jäger/Valentin Steudte (RRC Zella-Mehlis/RT Suhl) zum Auftakt nur zum undankbaren vierten Platz reichte, durften sie sich im zweiten Anlauf über Bronze freuen. Scw

Freies Wort vom 11.12.2017

 

WM Flinte Moskau

 

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Unsere beiden Suhler Junioren Felix Raab und Paul Butterer trafen 112 bzw. 110 Scheiben und belegten die Plätze 33 und 36, im Team wurden sie mit Marvin Meier Siebte.

Bereits am Freitag gab es die erste Medaille für die Deutsche Mannschaft. Die Skeet- Juniorinnen schafften den Sprung aufs Treppchen und gewannen mit 191 getroffenen Scheiben die Bronzemedaille! Das Team mit Maria KalixValentina Umhöfer (beide FV SSZ Suhl) und Eva-Tamara Reichert, das in der Besetzung bereits vor wenigen Wochen zur EM Bronze gewann, musste sich nur den siegreichen Amerikanerinnen und den Tschechinnen geschlagen geben.

Herzlichen Glückwunsch!

http://www.tsbev.de/neuigkeiten/details/artikel/wm-flinte-moskau.html  (11.09.2017)