Medaillen im Minuten-Takt: Deutsche Athleten brillieren in Lillehammer

16.02.2016

Gleich dreimal hieß es am Dienstag bei den Olympischen Jugendspielen „Gold für Deutschland“. Kombinierer Tim Kopp ließ ebenso die Konkurrenz hinter sich wie die Rodel-Staffel und das Ski- und Snowboard-Cross-Mixed-Team.

Im Olympic Sliding Center von Lillehammer veredelten die deutschen Rodler ihre bislang starken Leistungen bei den Olympischen Jugendspielen mit der Goldmedaille im Team-Wettbewerb. Nach dreimal Silber in den Einsitzer- und Doppel-Wettbewerben, gelang Jessica Tiebel (RRC Altenberg), Paul-Lukas Heider (RC Ilmenau), Hannes Orlamünder und Paul Gubitz (beide RRC Zella-Mehlis) der große Wurf. „Das ist einfach nur der Hammer, besonders im Team eine Medaille zu holen, ist noch geiler“, freute sich Gubitz nach der Siegerehrung überschwänglich. Gegen die starken Russen machte es das deutsche Team bis zum Schluss spannend. Tiebel fuhr eine Führung heraus, die Heider zunächst am Start herschenkte, bis zur Übergabe an den Doppelsitzer aber zurückholte. Orlamünder und Gubitz rasten dann mit Vollgas zur ersehnten Goldmedaille und ließen sich auch nicht durch einen Kameramann im Zielbereich aufhalten, den sie von den Beinen holten. Nach einem kurzen Schreck kannte der Jubel dann aber keine Grenzen mehr. „Das ist ein sensationeller Abschluss, genau das haben wir gebraucht“, fasste Trainer Steffen Mayer zusammen und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Mich hat man schon Silberrücken genannt. Jetzt bin ich ein Silberrücken mit Goldschweif.“

Die Rodel-Staffel in Feierlaune. Von links: Jessica Tiebel, Paul-Lukas Heider, Paul Gubitz und Hannes Orlamünder. Foto: DOSB

Im Klassik-Sprint der Langläufer war Anna-Maria Dietze (Pulsschlag Neuhausen) die beste Deutsche. Sie schied im Halbfinale aus und wurde Zehnte. Für Celine Mayer (SC Oberstdorf), Chris Ole Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg) und Philipp Unger (SV Stützengrün) war bereits im Viertelfinale Endstation. In der Endabrechnung bedeutete das die Plätze 23 (Mayer), 13 (Sauerbrey) und 14 (Unger). „Alle vier können mit ihrer Leistung zufrieden sein, sie haben das gezeigt, was sie können. Das Ergebnis gibt den aktuellen Leistungsstand realistisch wieder“, bilanzierte Trainer Holger Bauroth. Zur großen Freude der zahlreichen Zuschauer gewann der Norweger Thomas Helland Larsen Gold bei den Junioren. Bei den Juniorinnen siegte Johanna Hagstroem aus Schweden.

(Quelle: DOSB)

http://www.dosb.de/de/olympia/olympische-jugendspiele/lillehammer-2016/news/

http://www.olympic.org/news/cheers-tears-and-a-royal-visit-as-luge-comes-to-a-close/248357

 

 

 

Silberner Doppelschlag durch deutsche Rodler in Lillehammer

15.02.2016

Gleich zwei Silbermedaillen gewannen die deutschen Rodler am Montag bei den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer. Sebastian Pietrzykowski sicherte sich Bronze im Snowboard Cross.

Zweimal durften die deutschen Rodler innerhalb von wenigen Stunden im Lillehammer Olympic Sliding Center eine Silbermedaille bejubeln. Am Vormittag fuhr Jessica Tiebel (RRC Altenberg) bei den Juniorinnen auf Platz zwei, am Nachmittag mussten sich Paul Gubitz und Hannes Orlamünder (beide RRC Zella-Mehlis) im Doppelsitzer nur dem italienischen Duo Felix Schwarz/Lukas Gufler geschlagen geben.

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Mit dabei sind dann auch Hannes Orlamünder und Paul Gubitz, die sich mit ihrem Rennen ebenfalls rundum zufrieden zeigten. „Im Training lief es eigentlich nicht so gut, aber natürlich haben wir schon mit einer Medaille geliebäugelt. Wir freuen uns beide riesig“, sagte Gubitz und fügte hinzu: „Vor dem Start des ersten Durchgangs waren wir schon ein bisschen nervös, aber nach dem guten ersten Lauf ging es vor dem zweiten entspannter zu.“ Wie Tiebel blickte Gubitz mit großer Zuversicht auf die anstehende Staffel. „Das Team ist jetzt natürlich umso stärker, da gehen wir alle mit einer Silbermedaille rein und werden alles geben“, sagte der 16-Jährige.

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Die deutschen Biathleten verpassten am Montag im Birkebeineren Biathlon Stadion die Medaillen-Ränge. Die als erste in die Loipe gestartete Sprint-Siegerin Juliane Frühwirt (SV Motor Tambach-Dietharz) fiel nach sechs Fehlschüssen in der Verfolgung über 7,5 Kilometer auf Rang zwölf zurück. Franziska Pfnür (SK Ramsau) lief nach einer starken Schießleistung mit nur einem Fehler von Position 33 auf 20 nach vorne. Den Sieg holte sich die Ukrainerin Khrystyna Dmytrenko. In der 10-Kilometer-Verfolgung bei den Junioren verbesserte sich Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld) gegenüber dem Sprint trotz sechs Schießfehlern um einen Platz auf Rang sechs. Simon Groß (SC Ruhpolding) verfehlte vier Scheiben und wurde 21. Gold ging an Lokalmatador Sivert Guttorm Bakken.

Quelle: http://www.dosb.de/de/olympia/olympische-jugendspiele/lillehammer-2016/news/

 

 

 

Olympia-Gold für Juliane Frühwirt

Was für ein Auftakt für Thüringen bei den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer: Die 17-jährige Biathletin aus Tambach-Dietharz gewinnt im Sprint, Rennrodler Paul-Lukas Heider aus Ilmenau holt Silber.

Lillehammer – Biathletin Juliane Frühwirt aus Tambach-Dietharz hat am Sonntag die erste Goldmedaille für die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Jugendspielen gewonnen. Die 17-jährige Oberhofer Sportgymnasiastin setzte sich im Birkebeiner-Stadion von Lillehammer beim sechs Kilometer langen Sprint mit fehlerfreiem Schießen mit 5,6 Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin Marthe Krakstad Johansen (1 Strafrunde) durch. Bronze ging an Arina Pantova aus Kasachstan, die mit zwei Strafrunden im Ziel einen Rückstand von 17,1 Sekunden hatte. Zu den ersten Gratulanten via Facebook gehörte Kati Wilhelm. Juliane Frühwirt zählte einst zu den Athleten, die die Olympiasiegerin aus Steinbach-Hallenberg in ihr Nachwuchscamp eingeladen hatte.

Zuvor hatte Rennrodler Paul-Lukas Heider aus Ilmenau mit Silber in der Einsitzer-Konkurrenz hinter dem Letten Kristers Aparjods für das erste deutsche Edelmetall bei den zehntägigen Wettkämpfen gesorgt. Bronze sicherten sich Katrin Hirtl-Stangassinger (Königssee) in der alpinen Kombination und Shorttrackerin Anna Seidel (Dresden) über 1000 m. Im Langlauf Cross, einer neuen Disziplin bei den Jugendspielen, war für Chris Ole Sauerbrey vom SC Steinbach-Hallenberg nach guten Leistungen im Prolog und Zwischenlauf erst im Halbfinallauf Endstation. Ähnlich dem etablierten Langlauf-Sprint gehen nach einem Prolog die Athleten gruppenweise auf die Strecke und laufen die Sieger aus. Das Besondere beim Cross ist jedoch, dass die Strecke mit Wellen, Sprüngen, Slalomteilstücken und Steilkurven bestückt ist. uj/rd

Bewegender Moment: Juliane Frühwirt weinend bei der Siegerehrung.

Freies Wort vom 15.02.2016

 

Thüringer Siege beim Deutschland-Pokal

Die Oberhofer Biathlon-Junioren Florian Hollandt (Foto) und Theresa Straßberger haben beim Deutschlandpokal in Ruhpolding für Thüringer Siege gesorgt. Die Teilnehmerin an den Junioren-Weltmeisterschaften gewann Sprint und Massenstart, Hollandt siegte im Sprint. Bei den Frauen gab es außerdem zwei dritte Plätze durch Sarah Wagner (Zella-Mehlis) im Sprint und Massenstart. Hier gewann jeweils die deutsche Staffel-Weltmeisterin Vanessa Hinz (Schliersee), die mit Blick auf die WM in Oslo die Weltcups in Übersee ausgelassen hatte. In den Herren-Rennen steuerten die Oberhofer Lucas Fratscher und Maximilian Janke (beide Oberhof) die Plätze zwei und drei im Massenstart bei. Sina Eckstein (Scheibe-Alsbach) siegt im Massenstart der AK 17, Vanessa Voigt (Rotterode) beim Sprint der AK 18/19. Der gleichaltrige Pascal Heß (Scheibe-Alsbach) wurde im Sprintrennen Zweiter. uj Foto: Imago

Freies Wort vom 16.02.2016

Juliane Frühwirt schießt sich zu Gold im Biathlon-Sprint

14.02.2016

Viermal Edelmetall gab es am Sonntag für die Athleten der deutschen Jugend-Olympiamannschaft in Lillehammer. Juliane Frühwirt lief im Biathlon ohne Schießfehler zu Gold.

 

Am Sonntag-Nachmittag strahlte Juliane Frühwirt (SV Motor Tambach-Dietharz) im Olympischen Dorf mit ihrer Goldmedaille um die Wette. „Es war richtig toll, wahnsinnig emotional“, erklärte die 17-jährige Biathletin. Ohne Schießfehler hatte sie sich im Sprint über sechs Kilometer die Goldmedaille geholt. „Das war mein erster Wettkampf, bei dem ich hundert Prozent getroffen habe und das ausgerechnet hier in Lillehammer bei den Jugendspielen – es hätte nicht besser laufen können“, sagte Frühwirt. Nachdem zweiten Schießen lag die junge Deutsche mit 0,5 Sekunden Vorsprung nur hauchdünn vor der Norwegerin Marthe Krakstad Johansen. Mit einer starken Schlussrunde baute sie ihren Vorsprung vor der Lokalmatadorin jedoch aus. Auch ein kleiner Strauchler in der Zielkurve konnte sie nicht mehr von ihrem Gold-Kurs abbringen. „Da habe ich schon kurz Angst gehabt, weil ich ja wusste, dass es knapp war. Aber es hat dann zum Glück trotzdem gereicht“, berichtete sie. Am Ende lag sie 5,6 Sekunden vor Johansen. Ein besonders emotionaler Moment war für Frühwirt die Siegerehrung. „Da konnte ich die Freudentränen nicht mehr zurück halten“, erzählte sie. „Ganz toll war auch, dass viele meiner Schulfreunde, die momentan auf Schüleraustausch hier sind und als Volunteers helfen, mit dabei waren.“ Franziska Pfnür (SK Ramsau) landete mit vier Schießfehlern auf dem 33. Platz. Im Sprint der Jungen liefen Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld) und Simon Groß (SC Ruhpolding) mit jeweils drei Schießfehlern auf die Plätze sieben und 18. Schon am Montag geht es für die deutschen Skijäger mit den Verfolgungsrennen weiter.

Die erste Medaille für die deutsche Mannschaft holte am Sonntag Rodler Paul-Lukas Heider, der in einem extrem knappen Rennen nach starkem zweiten Lauf Silber holte. Den Sieg sicherte sich überlegen der Lette Kristers Aparjods, doch dahinter ging es sehr eng zu. Heider trennten nur 0,039 Sekunden vom Drittplatzierten. „Nach schlechten Trainingsleistungen war ich vor dem Wettkampf nicht so zuversichtlich und auch der erste Lauf war nicht ganz optimal – dafür aber der zweite. Da wusste ich schon nach der Schlüsselstelle in Kurve 13 das es reichen würde und habe schon in der letzten Kurve laut gefeiert“, sagte der 18-Jährige nach der Siegerehrung. Trainer Steffen Meyer ergänzte: „Das war eine absolut starke Leistung, die so nicht abzusehen war nach den Trainingsläufen, obwohl wir um die Wettkampfstärke von Paul-Lukas wissen. Das war ein super knappes Rennen. Klar war, dass der Lette weg ist, aber wir sind heute eben die Besten des Rests gewesen.“

Nach der Siegerehrung ging es für Heider samt Medaille zum Slalom der Alpinen Kombination, wo er seine Teamkolleginnen und -kollegen lautstark unterstützte. Vor Ort traf er zudem auf DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der ihm herzlich zu seiner Medaille gratulierte.

Quelle: http://www.dosb.de/de/olympia/olympische-jugendspiele/detail/news/juliane_fruehwirt_schiesst_sich_zu_gold_im_biathlon_sprint/